CRTI-B

Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

1990

Gründungsjahr - CRPHT

1990

Abteilung ÖFFENTLICHES AUFTRAGWESEN

2015

Wirtschaftliche Interessenvereinigung (GIE)

2015

Abteilung DIGITALISATION

2021

Abteilung NACHHALTIGES BAUEN

2026

Abteilung GESAMTENERGIEEFFIZIENZ

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Unsere Geschichte

Die Ursprünge des CRTI-B GIE, des Ressourcenzentrums für Technologien und Innovation im Bauwesen, reichen bis ins Jahr 1990 zurück. Damals äußerte die luxemburgische Baubranche einen klaren Bedarf: eine neutrale Plattform, auf der öffentliche und private Akteure auf gemeinsamen Grundlagen zusammenarbeiten können.

Mehr als zwanzig Jahre lang war das CRTI-B in das öffentliche Forschungszentrum Henri Tudor integriert. In dieser ersten Phase wurden die Grundlagen seiner Tätigkeit geschaffen: Referenzdokumente entwickeln, das öffentliche Bauauftragswesen strukturieren und eine gemeinsame Sprache zwischen Bauherren, Planern und Unternehmen schaffen.

Im Laufe der Jahre erarbeiteten die Arbeitsgruppen des CRTI-B Vertragsbedingungen und technische Bestimmungen, die nach und nach zahlreiche Gewerke des Hochbaus, der technischen Gebäudeausrüstung und des Ausbaus abdeckten. Diese Dokumente entwickelten sich zu wichtigen Referenzen für die Vorbereitung und Abwicklung öffentlicher Aufträge und trugen zu mehr Klarheit, Kohärenz und Sicherheit bei Bauprojekten bei.

Ein entscheidender Meilenstein war die großherzogliche Verordnung vom 24. März 2014, mit der die Bedeutung standardisierter besonderer Vertragsbedingungen im öffentlichen Auftragswesen rechtlich verankert wurde. Diese Anerkennung stärkte die Rolle des CRTI-B als zentraler Akteur der Standardisierung im Bauwesen.

Im Jahr 2015 begann für das CRTI-B mit der Gründung einer eigenständigen Rechtsstruktur in Form einer wirtschaftlichen Interessenvereinigung (Groupement d'intérêt économique, GIE) eine neue Entwicklungsphase. Die Satzung des GIE CRTI-B wurde am 1. April 2015 von seinen Gründungspartnern unterzeichnet: dem Staat des Großherzogtums Luxemburg, der Handwerkskammer (Chambre des Métiers), der Kammer der Architekten und beratenden Ingenieure (Ordre des Architectes et des Ingénieurs-Conseils), dem Handwerksverband (Fédération des Artisans) und dem Verband der Hoch- und Tiefbauunternehmen (Groupement des Entrepreneurs du Bâtiment et des Travaux Publics). Dieser Schritt gab dem CRTI-B eine eigenständige Führungs- und Organisationsstruktur, die seiner Rolle als Branchenplattform besser gerecht wird.

Von links nach rechts: Herr Jos DELL, Präsident der Kammer der Architekten und beratenden Ingenieure; Herr Michel RECKINGER, Präsident des Handwerksverbands; Herr Jean FEYEREISEN, Ehrenvorstandsmitglied des Verbands der Hoch- und Tiefbauunternehmen; Herr Romain SCHMIT, Direktor des Handwerksverbands; Herr Christian THIRY, Präsident des Verbands der Hoch- und Tiefbauunternehmen; Herr François BAUSCH, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur; Herr Nico BIEVER, Vizepräsident der Handwerkskammer; Herr Thierry HIRTZ, Präsident des CRTI-B; Herr Ricky WOHL, Regierungsberater erster Klasse im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur; Herr Christian REDING, Generalsekretär des CRTI-B; Herr Jean LEYDER, Direktor der Verwaltung für öffentliche Bauten.

Eine Führungsstruktur im Dienst der Entwicklung des CRTI-B GIE

Die Gründung des GIE leitete eine neue Phase in der Organisation des CRTI-B ein. Beim Aufbau dieser eigenständigen Struktur wurde das Generalsekretariat von Christian Reding geführt. Damit wurden die bisherigen Arbeiten des CRTI-B fortgeführt und der Übergang zu einer eigenen Führungs- und Organisationsstruktur begleitet.

Ab 2016 übernahm Moreno Viola die operative Leitung des CRTI-B GIE. Diese Zeit war insbesondere durch die Festigung der Standardisierungsaktivitäten, die Weiterentwicklung der Arbeiten rund um BIM und die schrittweise Erweiterung der Aufgaben auf die Digitalisierung und das nachhaltige Bauen geprägt.

Seit dem 1. Januar 2025 liegt die Leitung des CRTI-B GIE bei Gilles Christnach. Dieser neue Abschnitt steht im Zeichen der strategischen Stärkung der Institution. Ziel ist es, das CRTI-B zu einem Kompetenzzentrum mit erweitertem Aufgabenspektrum für die luxemburgische Baubranche weiterzuentwickeln.

Seit seiner Umwandlung in ein GIE hat das CRTI-B seine Entwicklung fortgesetzt und ist dabei seinem Grundprinzip treu geblieben: die Branche durch Dialog und Abstimmung voranzubringen. Sein Tätigkeitsfeld hat sich schrittweise erweitert, insbesondere um standardisierte Leistungsbibliotheken, die elektronische Zusammenarbeit, BIM, nachhaltiges Bauen und den Datenaustausch zwischen den Projektbeteiligten.

Die Entwicklung des CRTI-B spiegelt die Entwicklung der Branche wider. Im Jahr 1990 bestand die zentrale Herausforderung darin, das Auftragswesen besser zu strukturieren und gemeinsame Dokumente zu schaffen, um dieselbe Sprache zu sprechen. Heute bleibt der Bedarf im Kern derselbe, stellt sich jedoch in einer neuen Dimension: Werkzeuge vernetzen, Daten harmonisieren, Verfahren vereinfachen, Umweltanforderungen integrieren und den digitalen Wandel begleiten.

Diese Kontinuität macht die Stärke des CRTI-B aus. Mit dem Auftrag gegründet, zu standardisieren und Abläufe zu erleichtern, entwickelt es sich heute zu einem Kompetenzzentrum, das die tiefgreifenden Veränderungen der Branche begleiten kann. Dabei bewahrt es, was seinen Wert seit jeher ausmacht: Neutralität, Konsens und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren des Bauwesens in Luxemburg.