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Glossar

Blausäure
Benzol
Chlor
Cyanwasserstoff
Emissionsklassen
Epichlorhydrin
Ethylen
Ethylenoxid
Flammschutzmittel
Isocyanate
Kohlenwasserstoffe
Konservierungsmittel
Lösemittel
Ökobilanz
Polyethylen
Polyolefine
Polyvinylchlorid
Radioaktivität
SBR-Kautschuk
VOC (Volatile Organic Compounds)
Weichmacher (Weichmachungs-, Plastifizierungs- oder Elastifizierungsmittel)


Blausäure

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Blausäure (Cyanwasserstoff, HCN) ist eine farblose, giftige Flüssigkeit (MAK-Wert 11 mg/m3, entspricht: 10 ml/m3 (ppm)) und hat einen Bittermandelgeruch. Blausäure bildet in Kombination mit Luft explosive Gemische. Die Giftigkeit von Blausäure wird durch die Blockierung eines Atmungs-Enzyms im Blut ausgelöst, der Sauerstofftransport von Hämoglobin in die Körpergewebe wird somit unterbunden, wodurch ein rasches Ersticken eintritt (Blausäure wird z. B. bei der Verbrennung von Polyurethan freigesetzt). [40]

Benzol

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Siehe Kohlenwasserstoffe

Chlor

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Chlor ist ein gasförmiges Element aus der Gruppe der Halogene. Viele chlorierte, organische Verbindungen zeichnen sich durch Toxizität, schwere Abbaubarkeit im Körper und Anreicherung - vor allem im Fettgewebe - aus. Chlor entsteht vielfach als Nebenprodukt in der chemischen Industrie. Chlor ist ein Grundstoff zur Herstellung von: Lösungsmitteln, anorganischen Chemikalien, Bleichmitteln und dient der Entkeimung und Aufbereitung von Wasser. [40]

Cyanwasserstoff

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Siehe Blausäure

Emissionsklassen

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Emissionsklassen sind gesetzlich definierte Klassen, die eine Aussage über die höchstzulässigen Emissionen der Bauprodukte machen.

Epichlorhydrin

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Epichlorhydrin ist ein chlorierter Kohlenwasserstoff und ein Ausgangsstoff für Epoxidharze. Epichlorhydrin ist im Tierversuch krebserregend, es besteht der Verdacht eines karzinogenen Risikos für den Menschen. [40]

Ethylen

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Dieses Gas ist der Ausgangsstoff zur Herstellung von Polyethylen. Ethylen wird aus Erdöl und Erdgas hergestellt. (siehe Polyethylen)

Ethylenoxid

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Ethylenoxid ist ein farbloses, explosives Gas. Inhalationen von höheren Konzentrationen können tödlich wirken. Der Kontakt mit flüssigem Ethylenoxid führt zu Erfrierungserscheinungen und Verätzungen der betroffenen Körperpartien. Ethylenoxid ist als gefährlicher Stoff eingestuft und fällt unter die Gefahrstoffverordnung.1 Ethylenoxid wird zur Erzeugung von Tensiden, Kunststoffen und Pharmazeutika eingesetzt. [40]

Flammschutzmittel

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Der Begriff Flammschutzmittel ist eine Sammelbezeichnung für anorganische und organische Verbindungen, die Holz, Kunststoffe und Textilien flammfest machen, d.h. deren Entzündung behindern bzw. deren Verbrennung erschweren. Flammschutzmittel können als Oberflächenbeschichtung oder als Zusatz im Material verwendet werden. Der Einsatz von Flammschutzmitteln ist mit einem hohen Risiko für den Menschen und die Natur verbunden. Die flammhemmende Wirkung beruht fast immer auf der Abspaltung flammhemmender bzw. nichtbrennbarer Gase, die teilweise sehr giftig sein können. [3] [40]

Isocyanate

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Isocyanate werden aus Phosgen hergestellt und in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunststoffen eingesetzt (Polyurethane). Isocyanate aus verarbeiteten Produkten sind noch nach Wochen in der Innenraumluft nachweisbar. Häufig treten neben Isocyanaten weitere die Luft belastende Stoffe auf, insbesondere leicht flüchtige, chemische Verbindungen. [40]

Kohlenwasserstoffe

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Kohlenwasserstoffe sind organische Verbindungen von Kohlenstoff mit Wasserstoff. Sie kommen in großen Mengen in fossilen Quellen wie Erdgas und Erdöl vor. Insbesondere die ringförmigen (zyklischen und polyzyklischen) aromatischen (z.B. Benzol) chlorierten und polychlorierten Kohlenwasserstoffe werden bezüglich ihrer Umweltauswirkungen diskutiert. Kohlenwasserstoffe sind Ausgangsstoffe für die Bildung des photochemischen Smogs, einige Kohlenwasserstoffe sind krebserzeugend. [3] [40]

Konservierungsmittel

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Konservierungsmittel sind Substanzen, die Werkstoffe gegen mikrobiellen oder Pilzbefall schützen sollen. Als Konservierungsmittel wurden früher hauptsächlich Formaldehyd und formaldehydabspaltende Verbindungen eingesetzt. Formaldehyd ist heute teilweise durch andere Aldehyde, durch Isothiazolone und viele andere Verbindungen ersetzt worden. Es handelt sich dabei immer um pilz- und bakterientötende Wirkstoffe, die in Konzentrationen von 0.1 - 0.5 % das Wachstum von Mikroorganismen hemmen. Konservierungsmittel sind in der Regel auch für den Menschen und die Umwelt giftig, wenn sie in die Luft oder ins Wasser gelangen. [3]

Lösemittel

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Lösemittel sind flüssige, organische Stoffe und Stoffgemische, die Bindemittel und andere Stoffe zu lösen, zu verdünnen, zu emulgieren oder zu suspendieren vermögen. Zu den Lösemitteln zählen u.a. aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Halogenwasserstoffe, Alkohole, Ether, Ketone und Aldehyde. Hauptanwendungsgebiete der Lösemittel im Baubereich sind Anstrichstoffe, Klebstoffe, Abbeizmittel und Verdünner. Lösemittel sind leichtflüchtige, gut brennbare Substanzen, die im kritischen Gemisch mit Luft eine Explosionsgefahr darstellen. Während der Verarbeitung von lösemittelhaltigen Produkten, aber auch in der anschließenden Nutzungsphase auftretende Lösemitteldämpfe können zu akuten Belastungen führen. Lösemittelemissionen sind eine bedeutende Quelle flüchtiger organischer Substanzen (VOC). Aufgrund der unterschiedlichen chemischen Natur der einzelnen Substanzen ist hinsichtlich der Toxizität von Lösemitteln eine differenzierte Betrachtung notwendig. [3] [40]

Ökobilanz

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Die Ökobilanz ist eine Methode zur Abschätzung der Auswirkungen eines Produktes (Produktionsprozesses) und seines Herstellungsprozesses auf die Umwelt. Die Methode der „ökologischen Bilanzierung“ ist 1974 aus der ökologischen Buchhaltung und der 1978 vorgelegten Bilanzmethodik der EMPA in der Schweiz hervorgegangen und wurde bis heute erfolgreich weiterentwickelt. Bei der Erstellung einer Ökobilanz werden die Lebensstadien Rohstoffgewinnung, Herstellung, Verarbeitung, Transport, Gebrauch, Nachnutzung, Abfall und Entsorgung des zu untersuchenden Produktes bzw. Verfahrens auf ihre Umweltrelevanz untersucht.

Nach ISO 14040 sind vier Phasen der Ökobilanz zu unterscheiden:

  • Festlegung des Zieles und des Untersuchungsrahmens,
  • Sachbilanz,
  • Wirkungsabschätzung,
  • Auswertung.

Die Norm ISO 14040 ff. legt die grundlegenden Prinzipien und Anforderungen an Ökobilanzen fest. [3] [40]

Polyethylen

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Je nach Herstellungsverfahren wird zwischen Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) und hoher Dichte (HDPE) unterschieden. Polyethylen ist ein Kunststoff und hat eine sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit; die Diffusion von Gasen, Aromastoffen und ätherischen Ölen ist hingegen relativ hoch. Toxikologisch bedenklich sind nicht die ungiftigen, geringen Restmonomergehalte, sondern mögliche zugesetzte Additive. [40]

Polyolefine

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Polyolefin ist eine Sammelbezeichnung für Kunststoffe, die durch Polymerisation von Alkenen (Ethylen, Propen) entstehen. Die wichtigsten Polyolefine sind Polyethylen und Polypropylen.

Polyvinylchlorid

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Polyvinylchlorid wird im großtechnischen Umfang nach den Verfahren der Emulsion-, Suspension- und der Masse-Polymerisation hergestellt. Der Grundstoff ist das hochtoxische, kanzerogene Vinylchlorid. Bei der Polymerisation nicht umgesetztes Vinylchlorid wird destillativ weitestgehend aus den Polymerisationsansätzen entfernt und durch Intensiventgasung auf zulässige niedrigste Restgehalte abgesenkt. Die Weiterverarbeitung zu verschiedensten Produkten erfolgt durch Extrudieren, Kalandrieren, Blasformen, Spritzgießen, Pressen oder Sintern. Es wird grundsätzlich unterschieden in Weich- PVC und Hart-PVC, je nach Weichmachergehalt. PVC zeichnet sich aus durch seine schwere Entflammbarkeit und seine Chemikalienbeständigkeit. [32]

Radioaktivität

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Radioaktivität ist die Eigenschaft bestimmter Atome/Kerne (Radionuklide), sich ohne äußere Einwirkung in andere Atomkerne umzuwandeln und dabei eine charakteristische, von einer gewissen Stärke an für lebende Organismen schädliche bis tödliche Strahlung auszusenden (Alpha-, Beta-, Gamma-, Röntgen- oder Neutronenstrahlung). Wie schnell radioaktive Atomkerne zerfallen hängt von ihrer physikalischen Halbwertzeit ab. Man unterscheidet natürliche und künstliche bzw. zivilisatorische Radioaktivität. Die natürliche Strahlenbelastung wird auf ca. 2,4 mSv, die zivilisatorische auf ca. 1,55 mSv pro Jahr geschätzt. Etwa 0,57 mSv werden dabei auf den Aufenthalt in Gebäuden, hauptsächlich durch das Radionuklid Radon, zurückgeführt. Radon ist ein natürliches, überall vorkommendes Edelgas. Über undichte Stellen im Fundament eines Gebäudes kann Radon in Wohnräume gelangen und sich dort anreichern. Ob und in welchem Maße Radon aus dem Untergrund austritt, hängt von der Geologie des Standortes ab. Wird es über einen längeren Zeitraum eingeatmet, erhöht es das Lungenkrebsrisiko. Das Abdichten des Untergrundes und häufiges Lüften sind wirksame Mittel, die Radonbelastung herabzusetzen. Siehe dazu auch:

http://www.stmugv.bayern.de/de/strahl/radon/daten_fakten_ziele_radon.pdf



SBR-Kautschuk

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SBR = Styrol-Butadien-Kautschuk

SBR ist die Sammelbezeichnung für Copolymere aus Butadien und Styrol. Die beiden Monomere liegen meistens im Verhältnis 75:25 vor. Die Herstellung erfolgt durch Emulsionspolymerisation oder durch Lösungsmittelpolymerisation.

VOC (Volatile Organic Compounds)

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Siehe Lösemittel

Weichmacher (Weichmachungs-, Plastifizierungs- oder Elastifizierungsmittel)

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Weichmacher werden als Zusatzstoffe in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Kleb- oder Dichtstoffen, Kautschuk- und Gummiartikeln zur Erzielung bestimmter Werkstoffeigenschaften wie z.B. gesenkte Einfriertemperatur, erhöhtes Formveränderungsvermögen, erhöhte elastische Eigenschaften, verringerte Härte, ggf. gesteigertes Haftvermögen und verbesserte Verarbeitbarkeit eingesetzt. „Weichmachen“ bedeutet in der Kunststoffindustrie im Allgemeinen die Verschiebung des thermoplastischen Bereichs zu niederen Temperaturen, d.h. in den thermoelastischen Zustand. Dies kann durch inneres Weichmachen (z.B. Copolymerisation) oder äußeres Weichmachen, durch die Zugabe von Weichmachern, erreicht werden. Bei einem inneren Weichmachen oder Flexibilisierung durch Copolymerisation von z.B. Vinylchlorid mit raumfüllenden Monomeren wird eine Trennwirkung der Polymerketten (PVC-Kettenmoleküle) erzielt, die gleichzeitig zu einer höheren Kettenbeweglichkeit und damit zum Weichmachen führt. Das äußere Weichmachen, in der Praxis überwiegend angewandt, wird durch Zugabe von Weichmachern erreicht, die sich zwischen die Polymerketten (des Kunststoffs) schieben, diese auflockern und dadurch das Weichmachen bewirken. In der Regel kommen verschiedene Weichmacher in Kombination zum Einsatz, um die gewünschten Werkstoffeigenschaften zu erzielen. Die bedeutendste Gruppe unter den Weichmachern sind die Phthalate (Phthalsäureester), darunter DOP als wichtigstes Produkt. Weichmacher sind toxikologisch von Bedeutung, da sie im Allgemeinen über die gesamte Lebensdauer eines Produkts freigesetzt werden können. [3]



2008 v 2.0



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