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Bau-Materialinformationen






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Lehmputz

Einführung
Checkliste
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Materialblatt


Einführung

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Lehmputze sind mit feinkörnigen (Schluff, Sand) und/oder feinfaserigen (Stroh) Zuschlag­stoffen gemagerte Baulehme. Der Lehm (sandhaltiger Ton) wirkt als Bindemittel, Schluff und grobkörnige Sande sind nur Füllstoffe. Lehmputze werden zum Verputzen von Wand- und Deckenoberflächen im Innenbereich oder auch auf Schlagregen geschützten Außenwandoberflächen eingesetzt. Lehmputze verbinden sich nur mechanisch mit dem Untergrund, die Faserstoffe übernehmen im Putz eine armierende Wirkung und beugen so einer Rissbildung nach Auftrag und anschließender Austrocknung vor.

Lehmputze haben eine luftfeuchteregulierende Wirkung im Innenraum. Sie können relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese bei Bedarf wieder abgeben. Besonders in Passivbauten ist außerdem ihre Eigenschaft als guter Wärmespeicher wichtig.

Da Lehm nicht abbindet, können diese auch erdfeucht in größeren Einheiten (preisgünstig) geliefert werden und bis zur Verarbeitung längere Zeit lagern.

Checkliste

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  • Die Farbgebung der Putze kann wegen der natürlichen Inhaltstoffe stark variieren.
  • Während der Lagerung den Lehm vor Regen und Frost schützen.
  • Bei der Verarbeitung nicht zu viel Wasser beimengen, um einer Rissbildung durch Verdunsten vorzubeugen.
  • Bei atmungsaktivem Untergrund (Kalkputz, Kalkgipsputz, Gipsputz, Lehmputz) auf eine Grundierung verzichten, damit die Atmungsaktivität beziehungsweise die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften des Untergrundputzes gewährleistet bleiben.
  • Den Putz anschließend nur mit atmungsaktiven Farben, beispielsweise Lehmfarben (ohne Grundierung) streichen, damit die positiven Eigenschaften des Putzes in Bezug auf das Raumklima gewährleistet bleiben.

Links

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www.dachverband-lehm.de

Materialblatt

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Herstellung
Inhaltsstoffe [42]
Lehm, Naturzuschläge (Sand, usw.), Wasser, Zusatzstoffe
erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/kg [13]
0,06
nicht-erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/kg [13]
0,46
Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/kg [13]
0,02
Versauerung in g SOxÄq/kg [13]
0,07
Photosmog in g EthylenÄq/kg [13]
0,00
erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/m2 1
2,04 (34)
nicht-erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/m2 1
15,64 (34)
Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/m2
0,68
Versauerung in g SOxÄq/m2
2,38
Photosmog in g EthylenÄq/m2
0,00
Herstellungsort
Großregion
Materialspezifische Hinweise
-
Einbau
Dichte in kg/m³ [36]
1500 (grob)  -  1700 (fein)
Wärmeleitfähigkeit in W/(mK) [36]
0,65 (grob) - 0,70 (fein)
Baustoffklasse [35]
B1
Materialspezifische Hinweise /
Schadstoffbelastungen
Lehmputze verbinden sich nur mechanisch mit dem Untergrund, daher eignen sich Standardlehmputze nur bedingt für Anwendungen im Holzbau und auf Wandheizungen (reduzierte Biegezugfestigkeit) [11]
Nutzung
Anwendungsbereich [11]
als Unterputz und Oberputz,
auch geeignet im Althausbereich auf sanierten, restfeuchten Wänden (wodurch mehrmonatige Trockenzeiten entfallen können),
für alle Innenräume (außer im direkten Spritzwasserbereich),
auf fast allen Wandbaustoffen (außer Gips),
im Außenbereich (geschützt vor Niederschlägen und Frost)
Mittlere Nutzungsdauer in a [36]
30
Instandhaltung [11]
Risse sind mit dem wasserlöslichen Putzmaterial leicht zu reparieren. Farbputze können durch erneutes Abschwämmen wieder aufgefrischt werden.
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
-
Raumklima
+ atmungsaktiv
+ geruchsabsorbierend
+ feuchtigkeitsregulierend
+ antistatisch
Rückbau
Recyclingfähigkeit
Wiederverwendung nach Zugabe von Wasser möglich

1) Die Werte in Klammern geben die Flächendichte in kg/m2 an, für die die Umrechnung durchgeführt wurde. Dabei wurde eine Stärke von 2 cm angenommen. Diese Werte wurden auch für die Umrechnung von Treibhauspotenzial, Versauerung und Photosmog genutzt.



Zum Materialvergleich: Putz



2008 v 2.0

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  Lehmputz 2.0

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