Suche  
 Erweiterte Suche
HOME
Druckversion   Links   Lesezeichen   FAQ   Kontakt   Site map





Bau-Materialinformationen






  / Home / Bau-Materialinformationen / Polyurethanharze, lösemittelhaltig

Polyurethanharze, lösemittelhaltig

Einführung
Checkliste
Materialblatt


Einführung

  Top   
Polyurethanharze (PUR) gehören zu den Reaktionsharzen und bestehen aus Isocyanatverbindungen, die mit einer Vielzahl von Harzkomponenten Reaktionen eingehen. Im Normalfall werden Isocyanate mit alkoholähnlichen Verbindungen (Polyhydroxyle) kombiniert. Für den Einsatz im Hochbau werden die reaktiven Isocyanathärter häufig mit Acrylharzen gepaart, wodurch sehr wetterbeständige Lackfilme entstehen.

Die Reaktion zwischen Isocyanaten und Polyhydroylen entwickelt Hitze (exothermische chemische Reaktion), wodurch es im Extremfall zu einer spontanen Entzündung kommen kann. Manche Hersteller mischen deshalb ebenfalls chemische Flammschutzmittel auf Phosphorsäureesterbasis in das Produkt, welche zum einen aus dem fertigen Produkt ausgasen können und zum anderen gesundheitlich bedenklich sind.

Es ist eine große Anzahl an chemischen Modifikationen von Harz- und Härterkomponenten, sowie Kombinationsmöglichkeiten von Harz- und Härtertypen möglich. Lösemittelhaltige Polyurethansysteme lassen sich mit vielen anderen Bindemitteln aus der Lackindustrie kombinieren, deshalb ist es schwierig ein konkretes Produkt zu identifizieren und die spezifischen Eigenschaften eines Produktes objektiv zu beurteilen.

Bei der Herstellung von Polyurethanharzen sind eine Reihe von chemischen Syntheseprozessen notwendig bei denen auch verschiedene Gefahrstoffe, z. T. mit eindeutig krebserzeugender Wirkung, Verwendung finden. Die Herstellung der Pigmente und Füllstoffe ist nicht produktgruppenspezifisch. Die angegebene Bindemittelmenge bezieht sich auf das Trockengewicht. [3]

Checkliste

  Top   
  • Wasserverdünnbare Polyurethanharze bevorzugt einsetzen
  • Wo keine besonders hohen Anforderungen an mechanische oder chemische Beständigkeit gestellt werden, können Dispersionslackfarben, die weniger umweltbelastend und arbeitshygienisch weniger bedenklich sind, eingesetzt werden.
  • Bei Bodenbelägen prüfen, ob andere Möglichkeiten bestehen. [3]
  • Für Metalle sind werkseitige Beschichtungen auf der Basis von Pulverlacken oder wasserverdünnbaren Nasslacken mit anschließender Thermolackierung ökologische und arbeitshygienische Alternativen. [3]
  • Auf jeden Fall auf die richtigen Verarbeitung (Mischung bei Zweikomponentensystemen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) achten, um die Gefahr der Schadstoffemission während der Nutzungsphase zu reduzieren.

Materialblatt

  Top   
Herstellung
Inhaltsstoffe [3]
Füllstoffe (25-45%), Lösemittel (25-40%), Bindemittel (25-35%), Hilfsstoffe (1-4%)
Energieaufwand in MJ/m2 [3] 1
38  -  41
Umweltbelastungszahl BZ in 1/m2 [3] 1
50  -  65
Herstellungsort
k.A.
Materialspezifische Hinweise [3]
Lösemittelemissionen, mögliche Emissionen abhängig vom Herstellungsprozess (Benzol, Phosgen, Isocyanate)
Einbau
Dichte in kg/m³
-
Dampfdiffusionswiderstandszahl [3]
25000  -  35000
Baustoffklasse
-
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
Einatmen der Dämpfe und Hautkontakt verhindern [3] (Atemschutz, Handschuhe)
Isocyanate (MDI, TDI, HDI), VOC, eventuell Flammschutzmittel (Phosphorsäureester)
Nutzung
Anwendungsbereich [3]
Holz, Metall, Beton im starkbeanspruchten Innenbereich
Mittlere Nutzungsdauer in a [5]
18 (Innenanstrich)
8 (Außenanstrich)
Instandhaltung [3]
vollständige Entfernung ist mit hohem Aufwand verbunden, Neuanstrich problematisch
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
Risiko längerfristiger Schadstoffabgabe nicht ganz ausgeschlossen, [3] (Isocyanate, Flammschutzmittel)
durch Diffusion, Versprödung, oder bei der Renovierung können verschiedene umweltrelevante Bestandteile emittiert werden
Raumklima
- diffusionsdicht
- wasserdampfundurchlässig
- elektrostatisch
Rückbau
Recyclingfähigkeit [3]
Behandelte Bauteile werden in ihrer Recyclingfähigkeit beeinträchtigt

1) Aufbau: 2K-Polyurethanlackgrundierung (130 g/m2), 2K-Polyurethanlackzwischenanstrich (200 g/m2), 2K-Polyurethanlackdeckanstrich (180 g/m2), weißer Standardaufbau für Holz



Zum Materialvergleich: Oberflächenbehandlung



2008 v 2.0

  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  Polyurethanharze (loösemittelhaltig) 2.0

30 ko