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Bau-Materialinformationen






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Ölfarben und Naturharzlacke

Einführung
Checkliste
Materialblatt


Einführung

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Ölfarben, die häufig zur Verbesserung der Eigenschaften mit Naturharzen verschnitten werden, sind chemisch- oxydativ trocknende Farbsysteme. Die Bindemittel sind natürliche Öle und Harze, die allerdings auch chemisch verändert sein können. Mit Hilfe konventioneller Trocknungsstoffe auf Metallbasis werden die Öle chemisch verändert und miteinander vernetzt. Ausgetrocknete Ölfilme sind zäh-hart und wetterbeständig. Werden leichtflüssige Öle verwendet, kann der Lösemittelgehalt reduziert werden oder im Extremfall kann sogar ganz auf Lösemittel verzichtet werden. Die Herstellung von Ölfarben und Naturharzlacken unterscheidet sich von den chemischen Produkten durch den Einsatz meist einfacher Prozesse wie Destillation, Extraktion und mechanische Verarbeitungsprozesse wie Pressen, Mahlen, Reinigen und Trocknen. Die Herstellung der Füllstoffe ist nicht produktgruppenspezifisch. Bei den Farbpigmenten werden hauptsächlich mineralische Pigmente (Erdfarben) verwendet. Die Weißpigmente sowie stark leuchtende Buntpigmente stammen aus der konventionellen Produktion. Die angegebene Bindemittelmenge bezieht sich auf das Trockengewicht. [3]

Checkliste

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  • Natürliche Bindemittel den chemisch veränderten vorziehen.
  • Leichtflüssige Öle ohne oder mit geringem Lösemittelanteil einsetzen.
  • Es können geruchsintensive und vermutlich gesundheitsschädliche Abbau- oder Zersetzungsprodukte über längere Zeit freigesetzt werden. Wird die Farbe sachgemäß verarbeitet (Filmdicke, Trocknungszeit), ist das Risiko der Emissionen geringer. [3]
  • Bei sehr großen Flächen in Innenräumen mit geringem Luftwechsel, sind Dispersionslackfarben vorzuziehen. [3]

Materialblatt

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Herstellung
Inhaltsstoffe [3]
Füllstoffe/Pigmente (30-65%), Naturharzbindemittel (10-65%), Lösemittel (0-35%), Hilfsstoffe (0,5-4%)
Energieaufwand in MJ/m2 [3] 1
9  -  20
Umweltbelastungszahl BZ in 1/m2 [3] 1
26  -  45
Herstellungsort
k.A.
Materialspezifische Hinweise
Lösemittelemissionen
Einbau
Dichte in kg/m³
-
Dampfdiffusionswiderstandszahl [3]
1000  -  5000
Baustoffklasse
-
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
Einatmen der Dämpfe und Hautkontakt verhindern. [3]
Nutzung
Anwendungsbereich [3]
Holz im Innen- und Außenbereich
Mittlere Nutzungsdauer in a [5]
18 (Innenbereich)
8 (Außenbereich)
Instandhaltung [3]
können überstrichen werden
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
Geruchsintensive und vermutlich gesundheitsschädliche Abbau- oder Zersetzungsprodukte können über längere Zeit freigesetzt werden. [3]
VOC (nur in der Anfangsphase), Terpene, eventuell Aldehyde (Oxydation der Fettsäuren)
Raumklima
- diffusionsdicht
- wasserdampfundurchlässig
Rückbau
Recyclingfähigkeit [3]
Behandelte Bauteile werden in ihrer Recyclingfähigkeit beeinträchtigt.

1) Aufbau: Grundierung (150 g/m2), Ölfarbe oder Naturharzlack (250 g/m2), weiße Standardaufbau für Holz



Zum Materialvergleich: Oberflächenbehandlung



2008 v 2.0

  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  Ölfarben Naturharzlacke 2.0

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