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Bau-Materialinformationen






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Naturharzfarben, lösemittelfrei

Einführung
Checkliste
Materialblatt


Einführung

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Lösemittelfreie1 Naturharzfarben (Naturharzdispersionen) sind Farben, in denen das Bindemittel fein verteilt in Wasser vorliegt. Die Bindemittel sind tierische und pflanzliche Öle, Harze und Wachse (z.B. Leinöl, Holzöl, Rizinusöl, Safloröl, Kopalharze, Balsamharze, Karnaubawachs, Bienenwachs) in verschiedenen Kombinationen. Sie enthalten keine Lösemittel zur Filmbildung. Die Bindemittel werden geringfügig physikalisch und chemisch aufbereitet (modifiziertes Naturharz/Öl), um die technischen Eigenschaften zu verbessern. Die Herstellung erfolgt möglichst schonend mit weitestgehendem Verzicht auf die Verwendung von Gefahrstoffen. Produktionsprozesse sind Destillation und Extraktion, so wird z. B. Kiefernharz durch Destillation in die Hauptbestandteile Kolophonium und Terpentinöl zerlegt. Rohe Pflanzenöle werden durch Kochen veredelt und erhalten so bessere technische Eigenschaften. Die Herstellung der Füllstoffe ist nicht produktgruppenspezifisch. Bei den Farbpigmenten werden hauptsächlich mineralische Pigmente (Erdfarben) verwendet. Die Weißpigmente, sowie stark leuchtende Buntpigmente, stammen auch bei Naturharzfarben aus konventioneller Produktion. Die angegebene Bindemittelmenge bezieht sich auf das Trockengewicht. [17]

Checkliste

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  • Auf Fungizid-haltige Naturharzfarben verzichten.
  • Naturharzfarben möglichst ohne Grundierung auftragen, da diese die positiven Eigenschaften der Farbe sowie des Putzes in Bezug auf das Raumklima zunichte macht.

Materialblatt

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Herstellung
Inhaltsstoffe [3]
Füllstoffe und Pigmente (40-55%), Wasser (35-50%), Naturharzbindemittel (5-10%), Hilfsstoffe (1-6% Konservierungsmittel)
Energieaufwand in MJ/m2 [3] 2
2,5  -  4,5
Umweltbelastungszahl BZ in 1/m2 [3] 2
4,5  -  9,5
Herstellungsort
Europa
Materialspezifische Hinweise
-
Einbau
Dichte in kg/m³
-
Dampfdiffusionswiderstandszahl [3]
< 100
Baustoffklasse
-
Materialspezifische Hinweise /
Schadstoffbelastungen
Einatmen der Dämpfe verhindern; [3]
Glykolether, Terpene
Nutzung
Anwendungsbereich [3]
mineralische Wand-, Deckenuntergründe und Tapeten im Innenbereich mit geringer Beanspruchung, (Grundierung notwendig bei Gipsplatten und stark saugenden Untergründen)
Mittlere Nutzungsdauer in a
k.A.
Instandhaltung [3]
können mit Laugenwasser gereinigt und überstrichen werden, vollständige Entfernung ist mit hohem Aufwand verbunden
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
Durch Diffusion, Versprödung, oder bei der Renovierung können verschiedene umweltrelevante Bestandteile emittiert werden. [3]
Glykolether und Terpene (über Monate oder Jahre), Isothiazolinone, eventuell Aldehyde2
Raumklima
+ atmungsaktiv
+ wasserdampfdurchlässig
+ antistatisch
Rückbau
Recyclingfähigkeit [3]
Behandelte Bauteile werden in ihrer Recyclingfähigkeit beeinträchtigt.

2) Aufbau: Grundierung (120 g/m2), lösemittelfreie Naturharzfarbe (400 g/m2), weißer Standardaufbau auf mineralischem Untergrund



Zum Materialvergleich: Oberflächenbehandlung



2008 v 2.0

  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  Naturharzfarben (lösemittelfrei) 2.0

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