 |
Linoleum
|
| Einführung |
| Checkliste |
| Materialblatt |
|
Einführung
| |
|
Linoleumbodenbeläge gehören zu den elastischen Bodenbelägen, haben ihren Namen vom Bestandteil Leinöl (linum oleum) und bestehen in der Regel aus einem grobmaschigen Jutegewebe, auf das einseitig die Linoleumdeckmasse aufgewalzt wird. Produktvarianten sind Beläge mit Schaumrücken auf Korkment oder auf Faserplatten. Die verwendete Linoleumdeckmasse besteht zu einem großen Teil aus nachwachsenden Rohstoffen (Leinöl, Kolophonium, Holzmehl, Korkmehl) sowie mineralischen Füllstoffen und Trocknungsstoffen. Bei hellen Linoleumsorten wird vor allem Holzmehl und nur wenig Korkmehl als Füllstoff verwendet, bei dunklen Sorten und Korklinoleum hauptsächlich gröberes Korkmehl.
|
Zur Herstellung des Linoleumzementes wird Leinöl, nach Zugabe einer kleinen Menge Trocknungsstoff, bei ca. 80 °C mit Luft oxidiert und dann bei 130-150 °C mit geschmolzenem Kolophonium gemischt. Die Masse geht in einen festen Zustand über, wird zu einem Strang geformt, danach ausgekühlt und zur Nachreifung 1-2 Monate zwischengelagert. Anschließend wird der Linoleumzement sorgfältig mit den Füllstoffen und den Pigmenten gemischt, geknetet und auf den geheizten Presswalzen des Kalanders auf den Träger aufgepresst. Anschließend werden die noch weichen Bahnen in großen Trocknungshallen bei 70-78°C für 3-6 Wochen nachoxidiert und erhalten so die erforderliche Härte. Abschließend wird in der Regel eine Oberflächenbehandlung mit einem Kunstharz aufgebracht. [3]
|
Checkliste
| |
|
- Der Belag sollte direkt nach der Anlieferung aus der Verpackung entfernt und ausgerollt werden. Zudem sollte der entsprechende Raum in den ersten Wochen nach der Verlegung gut beheizt und regelmäßig durchlüftet werden. [3]
- Auf schwermetallfreie Pigmente achten.
- Emissionsarme oder - freie Kleber verwenden (fromaldehydfrei, polyurethanfrei, ...).
- Oberflächenbeschichtungen und -versiegelungen auf PU-Basis vermeiden.
|
Materialblatt
| |
|
|
|
|
| Leinöl, Kolophonium-Harz, Holz- und Korkmehl, mineralische Füllstoffe, Jute, Additive (Pigmente), Kunstharze, Trocknungsstoffe |
|
| Energieaufwand in MJ/m2 2 |
|
|
| Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/m2 3 |
|
|
| Versauerung in mol H+/m2 3 |
|
|
| Photosmog in g EthylenÄq/m2 |
|
|
|
|
|
| Materialspezifische Hinweise |
|
|
|
|
|
| 750 (Korklinoleum) - 1200 (Linoleum) |
|
Wärmeleitfähigkeit in W/(mK) [4] |
|
| 0,081 (Korklinoleum) - 0,12 (Linoleum-Verbundbeläge) - 0,17 (Linoleum) |
|
|
|
|
| Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen |
|
| Klebertyp beachten (Formaldehyd, Isocyanate, VOC), Geruch |
|
|
|
|
| Wohnungsbau, Verwaltung, Gewerbe; kein Einsatz im Nassbereich |
|
| Mittlere Nutzungsdauer in a [5] |
|
|
|
|
| stark alkalische Reinigungsmittel vermeiden, |
| Reparaturen möglich |
|
| Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen |
|
| Abbauprodukte können emittieren (VOC), Klebertyp beachten, [3] Oxidation des Leinöls (Formaldehyd & Aldehyde), Chloranisol |
|
|
|
| + feuchtigkeitsregulierend |
| + atmungsaktiv |
| + antistatisch |
| (jeweils nur ohne Oberflächenbeschichtung) |
|
|
|
| Recyclingfähigkeit [3], [9] |
|
| gesäuberte Beläge theoretisch wiederverwendbar zum Teil biologisch abbaubar, energetische Verwertung |
|
|
|
|
ANGEFÜGTES DOKUMENT | DATEIEN | | Linoleum 2.0 |  120 ko |
|
|
 |