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Bau-Materialinformationen






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Holz

Einführung
Checkliste
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Materialblatt


Einführung

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Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Im Baubereich wird Holz unbehandelt, aber auch in Form von verschiedenen Holzwerkstoffen eingesetzt.

Unter Holz bzw. Kantholz versteht man den Einsatz von naturbelassenem Holz, welches lediglich geschnitten wird.

Der Begriff Brettschichtholz fasst Tischler- und Furnierholzplatten zusammen. Diese Platten werden aus mehreren Schichten verleimten Holzes hergestellt. Vorwiegend werden diese Hölzer mit Harnstoff-Formaldehydharz geleimt. Erst wird das Holz zu Furnieren verarbeitet, kreuzweise verleimt und anschließend gepresst. [8]

Spanplatten werden aus Holzspänen, meist Restholz, gefertigt. Diese werden mit einem Bindemittel1 verpresst.

Holzfaserplatten werden meist aus Restholz gefertigt, dieses wird zerkleinert und im Refiner zu Fasern verarbeitet. Anschließend werden aus diesen Fasern, unter Zusatz von Bindemitteln,2 Platten gepresst, die dann getrocknet werden.

Holz benötigt je nach Anwendungsbereich eine Oberflächenbehandlung (zum Schutz vor Witterung und gegen Schädlinge), die umweltrelevant sein kann.

Bei der Herstellung und Bearbeitung anfallende Holzreststoffe können energetisch verwertet werden.

Checkliste

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  • Bauliche, konstruktive3 Maßnahmen und Holzartauswahl sollten vor der Oberflächenbehandlung und dem chemischen Holzschutz stehen.
  • Einheimische Holzarten (europäische) bevorzugen. Gezielt Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern einsetzen. Dazu die international kontrollierten FSC4- oder PEFC5- Label beachten.
  • Chemischen Holzschutz6 nur anwenden, wenn baulicher Holzschutz zum Feuchte- und Witterungsschutz nicht anwendbar ist. In Innenräumen keine Holzwerkstoffe oder Massivhölzer anwenden, die mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt wurden.
  • Bei Holzwerkstoffen wie Span-, MDF-, Sperrholz- oder Multiplexplatten sicherstellen, dass Formaldehyd Grenzwerte eingehalten werden und möglichst auf formaldehydarme Produkte zurückgreifen. Bei „formaldehydfreien“ Platten nicht auf isocyanatgebundene zurückgreifen.
  • Bei Holzwerkstoffen im Innenbereich darauf achten, dass sämtliche offene Kanten und Bohrlöcher versiegelt sind, um ein Austreten von Formaldehyd zu vermeiden.
  • Lösemittelarme Oberflächenbehandlung anstreben.
  • Mechanische Befestigungen möglichen Klebeverbindungen vorziehen.
  • Bauteile auswechselbar gestalten.
  • Holzwerkstoffe getrennt rückbauen und möglichst wiederverwerten.
  • Bei Massivholz eine diffusionsoffene Oberflächenbehandlung verwenden.

Links

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www.fsc-deutschland.de

www.brettshichtholz.de

www.bois-habitat.com

www.bauenmitholz.de

www.informationsdienst-holz.de

www.holzbau-schweiz.ch

www.cbs-cbt.com

www.holzabsatzfonds.de

www.bois.com

www.fsc-deutschland.de

www.pefc.lu

www.pefc.org

Materialblatt

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Massivholz
Brettschicht­holz
Hartfaser­platte
Spanplatte
Herstellung
Inhaltsstoffe
Holz
Holz, Bindemittel [3]
Holz, Bindemittel [3]
Holz, Bindemittel [3]
erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/kg [13]
17,30
20,99
27,22
21,20
nicht-erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/kg [13]
2,26
6,43
12,68
8,66
Treibhauspotenzial
in kg CO2Äq/kg [13]
-1,36
-0,98
-1,68
-1,32
Versauerung in g SOxÄq/kg [13]
0,82
2,20
1,88
1,75
Photosmog in g EthylenÄq/kg [13]
0,06
0,15
0,12
0,12
erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/m3 7
13840 (800)
-
-
-
nicht-erneuerbarer
Energieaufwand in MJ/m3 7
1808 (800)
Treibhauspotenzial
in kg CO2Äq/m3
-1088
-
-
-
Versauerung in g SOxÄq/m3
656
-
-
-
Photosmog
in g EthylenÄq/ m3
48
-
-
-
erneuerbarer
Energieaufwand MJ/m2 8
-
262 (12,5)
490 (18)
297 (14)
nicht-erneuerbarer
Energieaufwand MJ/m2 8
80 (12,5)
228 (18)
121 (14)
Treibhauspotenzial
in kg CO2Äq/m2
-
-12,25
-30,24
-18,48
Versauerung in g SOxÄq/m2
-
27,50
33,84
24,50
Photosmog
in g EthylenÄq/m2
-
1,88
2,16
1,68
Herstellungsort
Großregion
Großregion
Europa
Großregion
Materialspezifische Hinweise [3]
verschiedene Holzstäube können krebserregend sein
verschiedene Holzstäube können krebserregend sein
verschiedene Holzstäube können krebserregend sein, Formaldehyd­emissionen sind möglich [3]
verschiedene Holzstäube können krebserregend sein, Formaldehyd­emissionen sind möglich [3]
Einbau
Dichte in kg/m³
600 (Nadelholz)
800 (Laubholz) [4]
450  -  800 [3]
800  -  1000 [3]
700 [4]
Wärmeleitfähigkeit in W/(mK)
0,13 (Nadelholz) - 
0,20 (Laubholz) [4]
0,13 [3]
0,17 (Dichte von 1000 kg/m3) [4]
0,13 - (Flachpress­platten)
0,17 (Strangpress­platten)
[3]
Druckfestigkeit in N/mm2
40  -  50 (Fichte)
43  -  49 (Esche)
58 - 72 (Nussbaum)
k.A.
k.A.
k.A.
Zugfestigkeit in N/mm2
80  -  90 (Fichte)
130 - 160 (Esche)
100 (Nussbaum)
k.A.
k.A.
k.A.
Baustoffklasse
k.A.
B2 [3]
B2 [3]
B2 (Flachpress- und Strangepressplatten);
B1 und A2 (zementgebundene Spanplatten)
[3]
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
verschiedene Holzstäube können krebserregend sein; [3] wenn Holzstaub entsteht immer mit Feinstaubmaske arbeiten
verschiedene Holzstäube können krebserregend sein; [3] wenn Holzstaub entsteht immer mit Feinstaub­maske arbeiten
wenn Holzstaub entsteht immer mit Feinstaub­maske arbeiten
verschiedene Holzstäube können krebserregend sein; [3] wenn Holzstaub entsteht immer mit Feinstaubmaske arbeiten
Nutzung
Anwendungsbereich
Rohbau, Struktur für lose Wärmedämmung
Konstruk­tionsholz [3]
Innenausbau und Möbelwesen [3]
Bau- und Möbelwesen [3]
Mittlere Nutzungsdauer in a [5]
100 (Hartholz, verkleidet als Außenwand (oder -stütze) und als Innenwand (oder -stütze)
k.A.
k.A.
k.A.
Instandhaltung
abhängig von der Oberflächenbe­handlung
abhängig von der Oberflächen­behandlung
-
-
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
potentielle Schadstoffbe­lastungen nur beim Einsatz von Holzschutzmitteln
Formaldehyde, Isocyanate (je nach Bindemittel und Verarbeitung)
je nach Typ, Formaldehyd­emissionen [3] (je nach Bindemittel und Verarbeitung)
je nach Typ, Formaldehydemissionen [3] 9 (je nach Bindemittel und Verarbeitung)
Raumklima
unversiegeltes Holz:
+ atmungsaktiv
+ feuchtigkeits-regulierend
+ antistatisch
Versiegeltes Holz:
- elektrostatisch
- diffusionsdicht
- wasserdampfdicht
- elektrostatisch
- diffusionsdicht
- wasserdampf-dicht
(je nach Oberflächen­behandlung)
-elektro­statisch
- diffusions­dicht
- wasser­dampf-dicht
(je nach Oberflächen­behandlung)
- elektrostatisch
- diffusionsdicht
- wasserdampf-dicht
(je nach Oberflächenbe­handlung)
Rückbau
Recyclingfähigkeit
Wiederverwendung am Bau, Weiterverwertung von unverschmutztem / unbehandeltem Holz zur Herstellung von Spanplatten möglich, energetische Nutzung
Wiederver­wendung, energetische Nutzung [3]
Wiederverwendung, Weiterver­wertung in der Entwicklung, energetische Nutzung [3]
Wiederverwendung, Weiterver­wertung in der Entwicklung, energetische Nutzung [3]

7) Die Werte in Klammern geben die Dichte in kg/m3 an, für die die Umrechnung durchgeführt wurde. Diese Werte wurden auch für die Umrechnung von Treibhauspotenzial, Versauerung und Photosmog genutzt.

8) Die Werte in Klammern geben die Flächendichte in kg/m2, an, für die die Umrechnung durchgeführt wurde. Dabei wurde eine Stärke von 2 cm angenommen. Diese Werte wurden auch für die Umrechnung von Treibhauspotenzial, Versauerung und Photosmog genutzt.

9) Formaldehydemissionen wurden teilweise in geringen Konzentrationen nachgewiesen, allerdings gelten geprüfte Produkte der Klasse E1 als emissionsfrei.



Zum Materialvergleich: Decke



2008 v 2.0

  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  Holz 2.0

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