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Bau-Materialinformationen






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Gummibelag

Einführung
Checkliste
Materialblatt


Einführung

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Bodenbeläge aus Gummi, auch Kautschuk- oder Elastomer- Beläge genannt, bestehen aus Synthesekautschuk und/oder Naturkautschuk (Elastomere, Latex). Heutzutage bestehen sie meist aus synthetischem SBR-Kautschuk12, der aus Styrol und Butadien synthetisiert wird. Neben dem Kautschuk-Polymer enthalten Gummibodenbeläge mineralische Füllstoffe und verschiedene Additive. Als Trägermaterial werden Kork oder Schaumstoffe eingesetzt. Gummibodenbeläge werden als homogene oder heterogene, ein- oder mehrschichtige Bahnen oder Platten in typischen Dicken zwischen 1,8 und 14 mm angeboten, wobei die Gumminoppenbeläge in Plattenform den größten Anteil ausmachen. Auch Gummibeläge mit der Bezeichnung „Naturkautschuk“ enthalten oftmals hohe Anteile an Synthesekautschuk (bis zu 50%).

Die Herstellung von Bodenbelägen aus Gummi ist einfach und beinhaltet wenig chemische Prozesse. Die Produktbestandteile (Kautschuk, Füllstoffe, Pigmente, Additive) werden vermischt und anschließend unter Wärme und Druck auf Kalandern zu Bahnen verpresst. Für größere Materialdicken werden mehrere Schichten zum fertigen Bodenbelag unter Druck und Temperatur miteinander verbunden. Fliesen- und Plattenware wird in Hochdruckpressen bei hoher Temperatur gepresst. Alle Bodenbeläge aus Kautschuk haben gemeinsam, dass sie nach der Herstellung der Bahn oder Platte vulkanisiert werden. Dabei wird der Kautschuk mit Hilfe von Vulkanisierchemikalien (z.B. Schwefel) unter Druck und Temperatur vernetzt und erhält so seine materialtypischen, elastomeren Eigenschaften. Eine Oberflächenbehandlung wird bei Bodenbelägen aus Gummi nicht vorgenommen. [3]

Checkliste

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  • Bodenbelag mit passenden Eigenschaften an die Nutzung aussuchen, da Additive eingesetzt werden um die technischen Eigenschaften des Belags zu beeinflussen. [2]
  • Bodenbeläge aus Gummi können umweltrelevante Bestandteile enthalten, die durch Diffusion, Auswaschung oder Abrasion (Abrieb, Abtrag) in die Umwelt gelangen können. [2]
  • Bei heterogenen Gummibelägen sollen Produkte bevorzugt werden, welche Altmaterial als Füllstoff nutzen. [2]
  • Auf den Einsatz schwermetallfreier Pigmente achten. [3]

Materialblatt

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Herstellung
Inhaltsstoffe [3]
Naturkautschuk / Synthesekautschuk, mineralische Füllstoffe (Kreide, Kaolin), Additive (Pigmente), Trägermaterial (Kork, Schaumstoffe)
Energieaufwand in MJ/m2 2
175
Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/m2 3
9
Versauerung in mol H+/m2 2
4
Photosmog in g EthylenÄq/m2
k.A.
Herstellungsort
Großregion
Materialspezifische Hinweise
-
Einbau
Dichte in kg/m³ [3]
1500  -  1700
Wärmeleitfähigkeit in W/(mK) [4]
0,23 4
Baustoffklasse [3]
B1  -  B2
Materialspezifische Hinweise [3] / Schadstoffbelastungen
Beim Verfugen von Zweikomponenten-Fugenmasse VOC-Emissionen, Vinylcyclohexen und Nitrosaminen möglich, Klebertyp beachten
Nutzung
Anwendungsbereich [3]
Gewerbe und Industriebereich
Mittlere Nutzungsdauer in a [5]
20 5
Instandhaltung [3]
pH-neutrale Putzmittel nutzen
Materialspezifische Hinweise [3] / Schadstoffbelastungen
Abbauprodukte der Styrol-Butadien-Struktur können emittieren (Nitrosamine - Vulkanisationsbeschleuniger, VOC, Vinylcyclohexan - Synthesekautschuk, 4-Phenyl-cyclohexan), Klebertyp beachten
Raumklima
k.A.
Rückbau
Recyclingfähigkeit [2]
Saubere Altbeläge können theoretisch verschiedenen Produkten beigemengt werden (Downcycling), energetische Verwertung

2) Annäherung [10] Nutzungsphase nicht mit einbegriffen

3) Annäherung [10] Nutzungsphase von 20 Jahren

4) Annahme: Klasse der Kunststoffbeläge

5) Annahme: gleiche Lebensdauer wie PVC oder Linoleum



Zum Materialvergleich: Bodenbelag



2008 v 2.0

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  Gummibelag 2.0

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