 |
Glaswolle
|
| Einführung |
| Checkliste |
| Materialblatt |
|
Einführung
| |
|
Glaswolle ist, wie Steinwolle, ein Mineralfaserdämmstoff der zur Gruppe der anorganischen Dämmstoffe gehört. [3]
|
Die Rohstoffe werden gemischt, bei 1200°C - 1400°C geschmolzen und durch feine Düsen geblasen oder geschleudert (Zerfaserung). Im Moment der Faserbildung wird das in Wasser gelöste Bindemittel (Kunstharzgemisch), die Mineralöle und ggf. Silikonemulsionen in den Faserstrom eingesprüht. Der dabei schlagartig entstehende Wasserdampf entzieht der Schmelze soviel Energie, dass diese durch die rasche Abkühlung glasig erstarrt. Die Gespinstwolle wird anschließend in einem Härteofen ausgehärtet. Beim Aushärten vernetzen die Kunstharze1 zu Duroplasten. Ggf. folgt das Aufbringen von Kaschierungen bevor die Matten geschnitten bzw. in Form gebracht werden. [3]
|
Checkliste
| |
|
- Beim Ausbau älterer Produkte auf Schutzmaßnahmen wie Feinstaubmaske (P2-Filter), Schutzbrille und Handschuhe nicht verzichten.
- Auf geprüfte Qualität achten - neue Produkte werden durch RAL-Gütezeichen gekennzeichnet und sind im Prinzip frei von Krebsverdacht (Ki > 40, die einzelnen Fasern sind aufgrund ihres Durchmessers > 3 µm nicht lungengängig).
- Glaswolle so einbauen, dass kein direkter Kontakt zur Raumluft besteht, so dass keine Fasern an die Raumluft abgegeben werden können.
|
Materialblatt
| |
|
|
|
|
| Borosilikatglas (Quarzsand, Soda, Dolomit, Kalkstein), Bindemittel (Phenol-Formaldehydharze), Staubbindungs-und Hydrophobierungsstoffe, Kaschierungsstoffe |
|
| erneuerbarer |
| Energieaufwand in MJ/kg [13] |
|
|
| nicht-erneuerbarer |
| Energieaufwand in MJ/kg [13] |
|
|
| Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/kg [13] |
|
|
| Versauerung in g SOxÄq/kg [13] |
|
|
| Photosmog in g EthylenÄq/kg [13] |
|
|
|
|
|
| erneuerbarer |
| Energieaufwand in MJ/m2 1 |
|
|
| nicht-erneuerbarer |
| Energieaufwand in MJ/m2 1 |
|
|
| Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/m2 |
|
|
| Versauerung in g SOxÄq/m2 |
|
|
| Photosmog in g EthylenÄq/m2 |
|
|
|
|
|
| erneuerbarer |
| Energieaufwand in MJ/m2 2 |
|
|
| nicht-erneuerbarer |
| Energieaufwand in MJ/m2 2 |
|
|
| Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/m2 |
|
|
| Versauerung in g SOxÄq/m2 |
|
|
| Photosmog in g EthylenÄq/m2 |
|
|
|
|
|
| Materialspezifische Hinweise [3] |
|
| kann bis zu 60% aus Altglas bestehen, lungengängige Fasern können emittiert werden, |
|
|
|
|
|
Wärmeleitfähigkeit in W/(mK) [4] |
|
|
|
|
| A1, A2, B1 (abhängig vom Kunstharzanteil) |
|
| Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen |
|
| Faserfreisetzung, Staubbelastung, Schutzkleidung, P2-Feinstaubmaske, Schutzbrille, Handschuhe |
|
|
|
|
| als Dämmung zwischen und auf den Sparren, der oberen Geschossdecke, des Kellerbodens und der Außenwände, sowie als Kern-, Rohr- und Trittschalldämmung |
|
| Mittlere Nutzungsdauer in a [5] |
|
|
|
|
| bei Ersetzten und/oder Abbau von Glaswolle unbekannter Herkunft sind möglicherweise besondere Schutzmaßnahmen zu treffen |
|
| Materialspezifische Hinweise [3] / Schadstoffbelastungen |
|
| bei ordnungsgemäßem Einbau keine erhöhte Faseremissionen |
|
|
|
| - Aluminium-kaschierte Glaswolleplatten sind diffusionsdicht und elektrisch leitfähig (können elektrische Felder der Steckdosen, Lichtschalter und Leitungen weiterleiten) |
|
|
|
|
| bei RAL-gekennzeichneten Stoffen ist eine Wiederverwendung möglich |
|
|
|
1) Die Werte in Klammern geben die Flächendichte in kg/m2, an, für die die Umrechnung durchgeführt wurde. Dabei wurde eine Stärke von 10 cm angenommen. Diese Werte wurden auch für die Umrechnung von Treibhauspotenzial, Versauerung und Photosmog genutzt.
|
2) Die Werte in Klammern geben die Wärmeleitfähigkeit in W/(m*K) und die Dicke in cm, an, für die die Umrechnung durchgeführt wurde. Dabei wurde ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,2 W/m2*K angenommen. Diese Werte wurden auch für die Umrechnung von Treibhauspotenzial, Versauerung und Photosmog genutzt.
|
|
Zum Materialvergleich: Dämmstoff
|
|
2008 v 2.0
|
|
ANGEFÜGTES DOKUMENT | DATEIEN | | Glaswolle 2.0 |  30 ko |
|
|
 |