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Bauelemente







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Dacheindeckung

Einführung
Checkliste
Materialvergleich


Einführung

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Die Dacheindeckung dient hauptsächlich zum Ableiten von Niederschlägen und zum Schutz vor Eindringen von Wasser oder Schnee durch Winddruck; sie sollte also regensicher, wetter- und feuerfest sein. Eine weitere Aufgabe der Dacheindeckung ist der dauerhafte Erhalt der bestehenden Bausubstanz.

Die externe Dachhülle hängt vom Dachtyp ab. Bei Flachdächern (d.h. bei einer Neigung kleiner als 5o) kommen hauptsächlich Dachabdichtungen zum Einsatz, bei Schrägdächern spricht man von Dacheindeckungen. Dachabdichtungen werden im Abschnitt Dachdichtungsbahnen behandelt.

Zu beachten ist, dass je nach Dachneigung, verschiedene Dachmaterialien nicht oder nur unter Beachtung besonderen Maßnahmen (z. B. besondere Befestigungsmechanismen) eingesetzt werden dürfen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Mindestdachneigungen in Abhängigkeit der Deckungsarten an, welche jedoch je nach Art der Deckung und Materialdimensionen variieren können.

Tabelle 1: Dacheindeckung in Abhängigkeit des Neigungswinkels [7]
Deckungsmaterial
Dachneigung
Dachziegel
ab 22  -  40o
Schiefer
ab 22  -  30o
Faserzementwellenplatten
ab 7  -  15o
Metalldeckungen
ab 3o

Checkliste

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  • Material mit hohem Recyclinganteil bevorzugt einsetzen.
  • Verbundstoffe vermeiden; Materialzusammenstellung so wählen, dass ein Rückbau möglich ist.
  • Bei Metallbedeckungen darauf achten, dass keine Metalle wie Zink und Kupfer ausgewaschen werden können. Hierbei ist zu beachten, dass der Regen bei uns im sauren Bereich liegt und Metallionen leichter ausgewaschen werden können.
  • Klebstoffe vermeiden, mechanische Befestigungen vorziehen.
  • Unglasierte Dachziegel den glasierten Dachziegeln vorziehen.
  • Bei Metallbedachungen die elektrochemische Korrosion von Metallen beachten (Aluminium/Kupfer, Kupfer/Titanzink, Kupfer/verzinkter Stahl) und gegebenenfalls andere Materialien einsetzen.
  • Elektrisch leitfähige Metallkonstruktionen unbedingt erden.
  • Bei den Unterdachkonstruktionen aus Holz nur die notwendigen Schutzmaßnahmen treffen, eine Behandlung gegen holzzerstörende Pilze und Insekten ist normalerweise nicht erforderlich.
  • Beim Rückbau von Metallen unbedingt ein sortenreines Recycling veranlassen.
  • Beim Rückbau intakte Dacheindeckung wiederverwenden.
  • Bei Säuberungsmaßnahmen der Dacheindeckung, wie z. B. der Moosentfernung, auf mechanische Verfahren wie z.B. Dampfdruckstrahler zurückgreifen. Herbizide vermeiden.[5]
  • Auf architektonisch festgelegte Materialien seitens der Gemeinde achten (PAG, Plan d'Aménagement Général).

Für die Planung gibt die SuperDrecksKëscht Vorschläge zur Verminderung und Vermeidung von Abfällen: [18]

  • Provisorische Dacheindeckungen sind zu vermeiden, falls jedoch notwendig, sollten die verwendeten Materialien (Planen) wiederverwendbar sein.
  • Die Lötlampen nur mit nachfüllbaren Gasbehältern betreiben.
  • Es sind möglichst reine Metalle vorzusehen(Legierungen vermeiden), das Verbinden von verschiedenen Metallen ist möglichst zu vermeiden.
  • Die Stahlteile sind möglichst durch Schrauben miteinander zu verbinden, dies spart Elektroden zum Schweißen und gewährleistet in der Zukunft einen einfachen neuerlichen Korrosionsschutz durch Abmontieren.
  • Die Metallteile sind möglichst manuell mit Pinsel, oder mit dem speziellen elektrostatischen Spritzverfahren mit Farbe zu beschichten. Herkömmliche Spritzverfahren haben große Farbverluste, welche aufwendig entsorgt werden müssen.
  • Abdeckmaterialien zum Schutze der Böden und Einbauelemente, sind möglichst nur punktuell einzusetzen und dem Fortgang der Arbeiten anzupassen.

Über die Abfallwirtschaft bei der Organisation und Durchführung der Bauarbeiten geben folgende Kapitel aus dem gleichnamigen Dokument der SuperDrecksKëscht Auskunft:

E] Zimmerer / Spengler / Dachdecker / Wärmedämmung

M] Bauschlosserei

Materialvergleich

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Im Materialvergleich werden jeweils Punkte (+) vergeben, die Auskunft darüber geben, in welcher Relation die Umweltauswirkungen zueinander stehen. Je mehr Punkte desto vergleichbar geringer die Umweltauswirkungen.



Dacheindeckung (Teil I)
Ton-Dachziegel
Schiefer
Faserzementplatten
Normalbetondachstein
Herstellung
Inhaltsstoffe
Ton, Wasser, Flugasche, Sand, Kalk
Schiefer
Zement, Wasser, Zusatzstoffe, Zellulosefasern, organische Fasern
Kies, Sand, Portland-Zement, Wasser
nicht-erneuerbarer Energieaufwand in MJ/kg
+++++
k.A.
+++++
+++++
Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/kg
+++++
k.A.
+++++
+++++
Versauerung in g SOxÄq/kg
+++++
k.A.
+++++
+++++
Photosmog in g EthylenÄq/kg
+++++
k.A.
+++++
+++++
nicht-erneuerbarer Energieaufwand in MJ/m2 1
++++
(25,5)
k.A.
++++
(11,6)
+++++
(35,7)
Treibhauspotenzial in kg CO2Äq/m2
++++
k.A.
++++
+++++
Versauerung in g SOxÄq/m2
+++++
k.A.
+++++
+++++
Photosmog in g EthylenÄq/m2
+++++
k.A.
+++++
+++++
Herstellungsort
Europa
Großregion
Großregion
Großregion
Materialspezifische Hinweise
Es werden auch glasierte Dachziegel angeboten 2
-
abhängig von der Oberflächenbehandlung
-
Einbau
Dichte in kg/m³
1200  -  2200
2700  -  2800
1600  -  1700
1200- 2400
Wärmeleitfähigkeit in W/(mK)
0,50  -  0,96
2
0,6
2,10 (Normalbeton als großformatige Bauteil)
Druckfestigkeit s in N/mm2
4 - 28
k.A.
k.A.
k.A.
Baustoffklasse
k.A.
A1
A2
A1
Materialspezifische Hinweise / Schadstoff­belastungen
-
-
Staubbelastungen (Schneiden)
Gesundheitsschutz bei der Verarbeitung beachten: Maßnahmen gegen die stark basische Lösung treffen, da ansonsten Verätzungen oder „Maurerkrätze“ (allergische Dermatose durch Chromate) auftreten können
Nutzung
Anwendungs-bereich
Dacheindeckung
Fassadenbekleidung und Dacheindeckung
Verkleidung und Dacheindeckung
sämtliche Anwendungsbereiche des Hoch- und Tiefbaus
Mittlere Nutzungsdauer in a
50
70
55 (nichttragende Konstruktion Außen)
40 (nichttragende Konstruktion, Dächer)
120 (Beton als tragende Innenwand)
70 (Beton bewehrt, als tragende Außenwand)
Instandhaltung
-
-
-
-
Materialspezifische Hinweise / Schadstoff­belastungen
-
-
Es kann eine erhöhte Radioaktivität je nach Zementart (nicht bei Portlandzementen) vorliegen.
Durch Auslaugung und Auswaschung können umweltrelevante Stoffe emittiert werden.
Raumklima
-
+ antistatisch
(sofern keine Oberflächenbehandlung)
+ antistatisch
- diffusionsdicht
- lange Trocknungszeiten / Verdunstung
+ antistatisch
- größtenteils diffusionsdicht
- wasserundurchlässig
- lange Trocknungszeiten
Rückbau
Recyclingfähigkeit
Wiederverwendung unbeschadeter Ziegel möglich,
Recycling als Schotter oder Zusatzrohstoff möglich
Wiederverwendung unbeschadeter Schieferplatten möglich,
Recycling von zerkleinertem Schiefer zur Bodenverbesserung
Wiederverwendung unbeschadeter, asbestfreier Platten möglich,
Weiterverwertung als Zuschlagstoff für Zement und als Kiesersatz einsetzbar
Wiederverwertung prinzipiell möglich,
Weiterverwertung als Betonzuschlag begrenzt möglich



Dacheindeckung (Teil II)
Kupfer
Titanzink
Verzinktes Stahlblech
Aluminiumblech
Herstellung
Inhaltsstoffe
Kupfer
Zink, Kupfer, Titan, Aluminium
Blasstahl, Zink, Entfettungsmittel
Aluminium, Magnesium, Mangan, Silizium
nicht-erneuerbarer Energieaufwand in MJ/kg
++++
k.A.
++++
+
Treibhaus-potenzial in kg CO2Äq/kg
++++
k.A.
++++
+
Versauerung in g SOxÄq/kg
+
k.A.
++++
+++
Photosmog in g EthylenÄq/kg
+
k.A.
++++
+
nicht-erneuerbarer Energieaufwand in MJ/m2 1
++
(9,79)
k.A.
++
(7,85)
+
(2,03)
Treibhaus-potenzial in kg CO2Äq/m2
+++
k.A.
++
+
Versauerung in g SOxÄq/m2
+
k.A.
++++
+++++
Photosmog in g EthylenÄq/m2
+
k.A.
+++++
++++
Herstellungsort
Großregion
Großregion
Großregion
Großregion
Material-spezifische Hinweise
-
metallische Zinkemissionen in der Nähe der Produktionsbetriebe, Zinkschlämme werden wieder der Produktion zurückgeführt
Zink, Salzsäure, Ammoniak
Fluorid- und Aluminiumstaubemissionen
Einbau
Dichte in kg/m³
8900
7140
7850
2700
Wärmeleit-fähigkeit in W/(mK)
380
109
60
200
Druckfestigkeit s in N/mm2
k.A.
k.A.
k.A.
k.A.
Baustoffklasse
A
A
A
A
Material-spezifische Hinweise / Schadstoffbelastungen
beim Löten auf Verätzungsgefahr achten;
Kleberemissionen möglich
Beim Löten auf Verätzungsgefahr achten.
Zinkstaubemissionen
Beim Löten auf Verätzungsgefahr achten;
Kleberemissionen möglich
Nutzung
Anwendungs-bereich
Fassadenbekleidung und Dacheindeckung, Rohre
Fassadenbekleidung, Dacheindeckung, Dachentwässerung
Dachdeckung, Rohre, Zubehörteile (Rinnen usw.)
Fassadenbekleidung und Dacheindeckung
Mittlere Nutzungsdauer in a
50 (nichttragende Konstruktion, Dächer)
50 (nichttragende Konstruktion, außen, Mauerabdeckung)
35 (nichttragende Konstruktion, Dächer)
25 (nichttragende Konstruktion, außen, Mauerabdeckung)
40 (nichttragende Konstruktion, außen)
40 (nichttragende Konstruktion, außen)
Instandhaltung
Durch Einwirkung von Sauerstoff, Kohlendioxyd und Feuchtigkeit bildet sich eine grüne Schicht (Patina).
Schutzanstrich je nach Alterung erneuern
-
Durch Kontakt mit der Atmosphäre bildet sich eine Schutzschicht.
Material-spezifische Hinweise
Auswaschen von Kupfer durch Regen
Auswaschen von Zink durch Regen
Zinkauswaschungen
-
Raumklima
+ Abschirmwirkung gegen hochfrequente elektromagnetische Felder (Mobilfunkantennen)
- diffusionsdicht
- elektrisch leitfähig, kann elektrische Felder der Steckdosen, Lichtschalter und Leitungen weiterleiten
+ Abschirmwirkung gegen hochfrequente elektromagnetische Felder (Mobilfunkantennen)
- diffusionsdicht
- elektrisch leitfähig, kann elektrische Felder der Steckdosen, Lichtschalter und Leitungen weiterleiten
+ Abschirmwirkung gegen hochfrequente elektromagnetische Felder (Mobilfunkantennen)
- diffusionsdicht
- elektrisch leitfähig, kann elektrische Felder der Steckdosen, Lichtschalter und Leitungen weiterleiten
+ Abschirmwirkung gegen hochfrequente elektromagnetische Felder (Mobilfunkantennen);
- diffusionsdicht, wasserdampfdicht;
- elektrisch leitfähig, kann elektrische Felder der Steckdosen, Lichtschalter und Leitungen weiterleiten
Rückbau
Recycling­fähigkeit
Weiterverwertung zur Aufbereitung von Kupfer
Weiterverwertung zur Aufbereitung zu Zink
Wiederverwendbar als Rohstoff zur Stahlproduktion
Wiederaufbereitung zu Aluminium

1) Die Werte in Klammern geben die Flächendichte in kg/m2 an, für die die Umrechnung durchgeführt wurde. Diese Werte wurden auch für die Umrechnung von Treibhauspotenzial, Versauerung und Photosmog genutzt.

2) Glasierte Dachziegel werden angeboten, dann erhöhen sich jedoch der Energieaufwand und die Emissionen bei der Herstellung



2008 v 2.0



  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  B.1.5 Dacheindeckung 2.0

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