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Bauelemente







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Putz

Einführung
Checkliste
Materialvergleich


Einführung

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Putz ist ein auf Innen- und Außenwänden bzw. Decken aufgetragener Belag aus Putzmörtel oder Beschichtungsstoffen, der sich, erst am Baukörper aufgetragen, verfestigt. Putze setzen sich aus Bindemitteln, Zuschlagstoffen, Wasser und gegebenenfalls Zusätzen zusammen. Es wird unterschieden in Putze mit mineralischen (Mineralputze) und organischen Bindemitteln (Kunstharzputze). Für die Herstellung von Mineralputzen werden Putzmörtel verwendet und für die Herstellung von Kunstharzputzen Beschichtungsstoffe. [3]

Checkliste

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  • Werkmörtel bevorzugen, da die Gefahr, dass eine falsche Mischung oder ein mit schädlichen Bestandteilen behafteter Zuschlag auf der Baustelle hergestellt wird, größer ist.
  • Putz, der mit Sekundärrohstoffen hergestellt wurde, bevorzugen.
  • Rückprallmengen möglichst vermeiden (Spritzauftrag).

Für die Planung macht die SuperDrecksKëscht Vorschläge zur Verminderung und Vermeidung von Abfällen: [18]

  • Der Gips muss im Silo geliefert und verarbeitet werden; Kleinverpackungen (Säcke) sind soweit wie möglich zu vermeiden.
  • Der Zement und der Kalk bzw. die fertige Mischung muss ebenfalls in Großverpackungen (Container, Silo) geliefert werden, auch hier sind Kleinverpackungen, wie Säcke, zu vermeiden.
  • Dosen der Elektroinstallation müssen mit wiederverwendbaren Deckeln aus Kunststoff versehen werden. Ein Auffüllen mit Papier oder dergleichen ist zu vermeiden.
  • Schlitze, die überputzt werden, können mit Altpapier oder Naturfasern ausgestopft werden. (z.B. Anschlüsse, Fensterbänke, Rolladenkästen, usw.)
  • Provisorische Witterungsschutzsysteme für die Fassade sollten möglichst vermieden werden.

Über die Abfallwirtschaft bei der Organisation und Durchführung der Bauarbeiten geben folgende Kapitel aus dem gleichnamigen Dokument der SuperDrecksKëscht Auskunft:

H] Innenputz

L] Außenputz

Materialvergleich

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Im Materialvergleich werden jeweils Punkte (+) vergeben, die Auskunft darüber geben, in welcher Relation die Umweltauswirkungen zueinander stehen. Je mehr Punkte desto vergleichbar geringer die Umweltauswirkungen.



Putze
Kalkputz
Kalkzementputz
Zementputz
Kunstharzputz
Leichtputz
Wärmedämmputz mit EPS
Gipsputz
Lehmputz
Herstellung
Inhaltsstoffe
Kalk, Naturzuschläge (Sand, usw.), Wasser, Zusatzstoffe
Kalk, Zement, Naturzuschläge (Sand, usw.), Wasser, Zusatzmittel
Zement, Naturzuschläge (Sand, usw.), Wasser, Zusatzmittel
Acrylatharze , Naturzuschläge (oder organische Füllstoffe), Wasser, Zusatzmittel, Zusatzstoffe (Pigmente)
Kalk, Zement, Zuschläge mit geringer Dichte (Blähperlit, Blähton, Expandiertes Polystyrol, usw.), Wasser, Zusatzstoffe
Kalk, Zement, Erdöl (EPS  -  expandiertes Polystyrol), Wasser, Zusätze
Gips, Naturzuschlag (Sand, usw.), Wasser, Zusatzstoffe
Lehm, Naturzuschläge (Sand, usw.), Wasser, Zusatzstoffe
nicht-erneuerbarer Energie-aufwand in MJ/kg
+++++
++++
+++++
+
++++
++++
+++++
+++++
Treibhaus-potenzial in kg CO2Äq/kg
++++
++++
++++
+++
+
+++
+++++
+++++
Versauerung in g SOxÄq/kg
+++++
+++++
++++
+
+++
++++
+++++
+++++
Photosmog in g°EthylenÄq/kg
++++
++++
+++++
+
++++
++++
+++++
+++++
nicht-erneuerbarer Energie-aufwand in MJ/m2 1
++++
(36)
++++
(36)
++++
(40)
+
(22)
++++
(19)
+++++
(4)
++++
(26)
+++++
(34)
Treibhaus-potenzial in kg CO2Äq/m2
+++
+++
++
++
+
+++++
+++++
+++++
Versauerung in g SOxÄq/m2
+++++
++++
++++
+
++++
+++++
+++++
+++++
Photosmog in g EthylenÄq/m2
++++
++++
++++
+
++++
+++++
+++++
+++++
Herstellungsort
Großregion
Großregion
Großregion
Europa
Großregion
Großregion
Europa
Großregion
Material-spezifische Hinweise
-
-
Produktionsreste werden wieder in den Prozess rückgeführt
-
Produktionsreste werden wieder in den Prozess rückgeführt
Möglichkeit Alt-EPS zu nutzen
-
-
Einbau
Dichte in kg/m³
1800
1800
2000
1100
600  -  1300
200
1300
1500 (grob)  -  1700 (fein) [36]
Wärmeleitfähigkeit in W/(mK)
0,87
0,87
1,4
0,70
0,21 (Dichte 700)  -  0,36 (Dichte 1000)
0,06  -  0,1
0,60
0,65 (grob) - 0,70 (fein) [36]
Baustoffklasse
A1
A1
A1
B1
A1
B1
A1
B1 [35]
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbe­lastungen
Gesundheitsschutz bei der Verarbeitung beachten: Maßnahmen gegen Hautkontakt der stark basischen Lösung treffen, da ansonsten Verätzungen auftreten können
Gesundheitsschutz bei der Verarbeitung beachten: Maßnahmen gegen Hautkontakt der stark basischen Lösung treffen, da ansonsten Verätzungen oder Allergien (Maurerkrätze) auftreten können
Gesundheitsschutz bei der Verarbeitung beachten: Maßnahmen gegen Hautkontakt der stark basischen Lösung treffen, da ansonsten Verätzungen oder Allergien (Maurerkrätze) auftreten können
Raum lüften; Gesundheitsschutz: Hautkontakt vermeiden;
Monomere (Isocyanate, Epichlorhydrin)
stark basische Wirkung des Kalks, es können Allergien (Maurerkrätze) entstehen
Festigkeit des Unter- und Oberputz aufeinander abstimmen;
es können Allergien (Maurerkrätze) entstehen
-
Lehmputze verbinden sich nur mechanisch mit dem Untergrund, daher eignen sich Standardlehmputze nur bedingt für Anwendungen im Holzbau und auf Wandheizungen (reduzierte Biegezugfestig­keit)
Nutzung
Anwendungs­bereich
Innenwände und -decken, hydraulische Kalke auch als Außenputz
Außenputz, Innenputz
Außenputz, zum Teil auch Innenputz;
für starke Belastungen als Estrich einsetzbar, schwimmender Estrich, Estrich auf Trennschicht, Verbundestrich
Außenputz bei Wärmedämmverbundsystemen, Strukturputz im Innen- und Außenbereich, Beschichtungen
Außen- und Innenputz, Sonderzwecke: Sanierputz, Akustikputz, Bestandteile von Renovierputzsystemen
Außenputz mit Wärmedämmung
als Innenputz für Wände und Decken geeignet (nicht für Nassräume)
als Unterputz und Oberputz,
auch geeignet im Althausbereich auf sanierten, restfeuchten Wänden (wodurch mehrmonatige Trockenzeiten entfallen können),
für alle Innenräume (außer im direkten Spritzwasserbereich),
auf fast allen Wandbaustoffen (außer Gips),
im Außenbereich (geschützt vor Niederschlägen und Frost) [11]
Mittlere Nutzungsdauer in a
k.A.
40 (als Außenputz)
40 (als Außenputz) 30 (schwimmender Estrich), 50 (Estrich als endgültiger Verschleißboden), 80 (Böden unter Oberböden)
30 (Außenputz)
k.A.
40
k. A.
30 [36]
Instandhaltung
-
-
-
-
-
-
-
Risse sind mit dem wasserlöslichen Putzmaterial leicht zu reparieren. Farbputze können durch erneutes Abschwämmen wieder aufgefrischt werden. [11]
Materialspezifische Hinweise / Schadstoffbe­lastungen
-
auf Zementzusätze achten
-
VOC, Isocyanate (PU-Harz), Epichlorhydrin (Epoxidharz), Methylmethacrylat (MMA-Harz)
erhöhte Radioaktivität (nicht bei Portlandzement)
-
Gipsputze sind nicht feuchteresistent, sie wirken ausgleichend auf das Innenraumklima, die Putzoberfläche wird als warm empfunden
-
Raumklima
+ atmungsaktiv
+ geruchsabsorbierend
+ feuchtigkeitsregulierend
+ desinfizierend
+ schimmelpilzabweisend (Alkalinität)
+ antistatisch
Hängt vom Kalkanteil ab:
+ mäßig atmungsaktiv
+ mäßig feuchtigkeitsregulierend
+ antistatisch
Hängt vom Zementanteil ab:
- eingeschränktes Diffusionsvermögen
- mäßiges Feuchteverhalten
+ antistatisch
- diffusionsdicht
- mäßiges Feuchteverhalten
- lange Trocknungszeiten
+ diffusionsdicht,
+ wasserdampfundurchlässig,
+ elektrostatisch
+ antistatisch
- geringes Diffusionsvermögen
- mäßiges Feuchteverhalten
- lange Trocknungszeiten
+ atmungsaktiv
+ diffusionsoffen
+ feuchtigkeitsregulierend
+ atmungsaktiv
+ teilweise feuchtigkeitsregulierend
+ antistatisch
+ atmungsaktiv
+ geruchsabsorbierend
+ feuchtigkeitsregulierend
+ antistatisch
Rückbau
Recyclingfähigkeit
als Bauschutt verwendbar
als Bauschutt verwendbar
als Bauschutt verwendbar
energetische Verwertung
Verwertung als Bauschutt nur bei rein mineralischen Leichtputzen möglich
-
keine Möglichkeit der Verwertung
Wiederverwen­dung nach Zugabe von Wasser möglich

1)  Die Werte in Klammern geben die Flächendichte in kg/m2 an, für die die Umrechnung durchgeführt wurde. Dabei wurde eine Stärke von 2 cm angenommen. Diese Werte wurden auch für die Umrechnung von Treibhauspotenzial, Versauerung und Photosmog genutzt.



2008 v 2.0



  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  B.2.3 Putz 2.0

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