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Grundlagen zu Energie- und Umweltkonzepten








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Sanitärkonzept



Die Umweltaspekte der Sanitäranlagen beziehen sich vor allem auf Trinkwasserqualität und Maßnahmen zur Reduktion des Trinkwasserverbrauchs.

Beim Wassersparen kann man zwischen nutzerabhängigen und technischen Maßnahmen unterscheiden.

Technische Maßnahmen zur Reduktion des Wasserverbrauchs sind:

  • Wassersparende Armaturen (Durchflussbegrenzer),
  • Spülkästen mit geringem Spülvolumen (max. 6/3 l),
  • Wassersparende Geräte (Spül- und Waschmaschinen),
  • Wasserlose Urinale;
  • Weitergehende Maßnahmen sind:
  • Regenwassernutzung,
  • Grauwasserrecycling,
  • Trenntoiletten und Vakuumtoiletten.

Die nutzerabhängigen Wassersparmaßnahmen [22] können nur durch Sensibilisierung erreicht werden.



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Durchflussbegrenzer sind ringförmige Metalleinsätze, die am Auslass des Wasserhahns oder vor dem Duschkopf montiert werden. Sie verringern den Leitungsquerschnitt, so dass die Ausflussmenge reduziert wird. Zusätzlich können sie mit einem Luftsprudler versehen sein, der dem Wasserstrahl die gewohnte Fülle gibt. Für Duschköpfe sind bereits integrierte Systeme im Handel erhältlich. Ein nachträglicher Einbau ist problemlos möglich, allerdings nicht zu empfehlen bei drucklos arbeitenden Systemen. [23]

Bei den konventionellen Systemen ist die Spülmenge im Wesentlichen abhängig vom installierten Spülkasten. Dieser sollte entweder mit zwei Knöpfen versehen sein oder eine Spülstoppfunktion besitzen. Das Zweitastensystem ist empfehlenswerter, da es einfacher zu bedienen ist. Hier gibt es einen kleinen und einen größeren Knopf zur Regulierung der Spülmenge. Bei der Spülstoppfunktion muss die Taste erneut gedrückt werden, um die Spülung zu unterbrechen. Die Spülwassermenge liegt bei 3 bis 6 Litern. Es gibt bereits einsatzfähige Systeme mit einer Wassermenge von 1-4 Litern, die bereits in den skandinavischen Ländern eingesetzt werden. Diese funktionieren meist mit einem Abflussverstärker. Dies ist eine Art Sammeltank im Keller, der erst bei einer gewissen Füllmenge das Abwasser an die Kanalisation weitergibt. So wird einem Verstopfen der Leitungen, infolge des geringen Spülvolumens, durch eine schwallartige Spülung entgegengewirkt. Es muss darauf geachtet werden, dass das Toilettenbecken auf die geringe Spülmenge ausgelegt ist, um eine gute Reinigungswirkung zu erhalten. [23]

Beim Einsatz von Spül- und Waschmaschinen muss beim Einkauf auf wasser- und energiesparende Geräte geachtet werden. Hier sei besonders auf das europäische Label1 hingewiesen. In der Regel amortisieren sich eventuelle Mehrkosten bereits in wenigen Jahren. Besonders sparsame Haushaltsgeräte findet man z.B. unter .http://www.spargeraete.de

Der Einsatz von wasserlosen Urinalen ist vor allem in öffentlichen Bereichen vorteilhaft, da sie ohne Wasserspülung auskommen. Die Oberfläche der Urinale, die aus Keramik, glasfaserverstärktem Kunststoff oder Edelmetall gefertigt sein kann, ist ohne Spülköpfe oder Spülränder und sehr glatt. Um ein Aufsteigen der Kanalgase und den damit verbundenem Geruch zu vermeiden, gibt es verschiedene Systeme. Zum Beispiel kann der Siphon mit einem Magnetverschluss mit Näherungsautomatik ausgestattet sein oder aber, der Siphon verfügt über eine Sperrflüssigkeit2. Die ölige Sperrflüssigkeit, die im Siphon auf dem Urin schwimmt, fungiert als hydraulischer Abschluss gegenüber dem Kanal. Bei den Urinalen mit Sperrflüssigkeit muss diese regelmäßig aufgefüllt und die Siphons je nach Benutzung ein- bis zweimal im Jahr gewechselt werden. Wasserlose Urinale mit Membranverschluss besitzen einen dünnen Gummischlauch, der nach Benutzung geruchsdicht schließt. Ein Ausspülen der Sperrflüssigkeit wie bei den Urinalen mit Sperrflüssigkeit ist nicht möglich. Ein Austausch der Siphons ist etwa ein- bis zweimal jährlich notwendig. [23]



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Regenwasser kann das Trinkwasser dort substituieren, wo benötigtes Wasser nicht unbedingt Trinkwasserqualität haben muss. Dies gilt vor allem für die Toilettenspülung, wo hochwertiges, aufbereitetes Wasser zum Transport von menschlichen Ausscheidungen dient. Will man die staatliche Förderung für eine Regenwasseranlage in Anspruch nehmen, muss mindestens ein WC mit Regenwasser gespült werden (siehe auch Abschnitt „Förderung“). Eine weitere Möglichkeit ist, Regenwasser in Haushaltswaschmaschinen und zum Putzen einzusetzen. Regenwasser ist in der Regel sehr weiches Wasser, was beim Einsatz in Waschmaschinen den Waschmittelverbrauch reduziert. Ein klassischer Bereich, in dem Regenwasser auch heute schon genutzt wird, ist die Bewässerung. Regenwasser sollte, wenn es nicht zur Brauchwassersubstitution dient, vor Ort versickert werden.

Vorteile:

  • Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs (besonders in öffentlichen Gebäuden),
  • Entlastung der Kanalisation und der Kläranlagen,
  • Regenabflussspitzen werden verringert,
  • Pädagogisches Instrument zur Umweltbildung.

Nachteile:

  • doppelte Verrohrung notwendig,
  • meist erhöhter Energiebedarf.

Wichtige Vorrausetzung für einen sinnvollen Einsatz von Regenwasseranlagen ist, dass die Förderstrecken so kurz wie möglich geplant werden (zentrale Anordnung der Druckerhöhungsanlage) und die Dimensionierung der Pumpen an den Bedarf angepasst ist. Das hilft, den Energiebedarf zu senken.



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Nach dem Auffangen des Regenwassers von den Dachflächen, gelangt dieses über eine Zuleitung zum Speicher. Bei normal verschmutzten Dachflächen ist ein Abschlag des ersten Regenwassers nicht notwendig. Für die staatliche Subvention einer Regenwasseranlage müssen mindestens 40 m² Dachfläche angeschlossen sein (siehe auch Abschnitt „Förderung“).

Diese Leitungen sind in Übereinstimmung mit der DIN 1986 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“ zu erstellen. Demzufolge müssen Leitungen frostsicher, min. 80 cm unter der Geländeoberkante und mit einem Mindestdurchmesser von 100 mm verlegt werden. Die Rohrführung sollte möglichst geradlinig erfolgen.

Vor dem Eintritt in den Speicher muss das Wasser gefiltert werden. Die Anforderungen an solche Filter sind (nach [24]):

  • Zuverlässiges Entfernen von Feststoffen aus dem Dachablaufwasser,
  • Eine dauerhafte Funktionstüchtigkeit mit geringen Wasserverlusten,
  • Sicherstellen der Gebäude- und Grundstücksentwässerung (DIN 1986),
  • Schutz des Wassers vor Verkeimung, Verpilzung und Algenbildung,
  • Gute Zugänglichkeit, einfache Reinigungsmöglichkeit,
  • Keine zusätzlichen finanziellen Aufwendungen für die Reinigung.

Es gibt eine Reihe von Filtern, die für diesen Zweck eingesetzt werden können, wie z.B. der schrägliegende Rohrfilter, der Filtersammler, der Retentionsfilter oder der Wirbelfeinfilter.

Der Speicher soll der Nutzung des Regenwassers und dem Bedarf entsprechend dimensioniert werden. Um die staatliche Förderung zu erhalten, muss der Tank eine Mindestgröße von 3 m³ umfassen (siehe auch Abschnitt „Förderung“). Am besten geeignet ist die unterirdische Lagerung von Regenwasser, da die Wassergüte bei kühler und dunkler Lagerung in Bezug auf Keimbildung und Algenbildung die besten Voraussetzungen mit sich bringt. Die Speicher werden meist aus Beton oder Kunststoff hergestellt. Die Ausführung muss bei unterirdischen Speichern sehr sorgfältig ausgeführt werden, da die Fehlererkennung und Reparaturmöglichkeiten begrenzt sind. Vorzugsweise sollte auf monolithische Behälter zurückgegriffen werden. Im Rahmen der Neubauplanung ist der Aushub für einen unterirdischen Speicher unproblematisch. Speicher können auch als Innenspeicher (z.B. im Keller) geplant werden, sollten dann jedoch aus lichtundurchlässigem Material gebaut sein. Beim Einsatz von Kunststoffspeichern sollte auf recyceltes Material (PE) zurückgegriffen werden. Vorteil von Betonspeichern ist die höhere Belastung, die nach dem Einbau auf die Fläche ausgeübt werden kann (in der Regel überfahrbar); bei Kunststoffbehältern ist dies nur nach Einbau einer Betondeckplatte möglich. Betonspeicher sorgen zudem im Gegensatz zu Kunststoffbehältern für eine Neutralisation des meist leicht sauren Regenwassers. Der Überlauf des Speichers sollte möglichst versickert werden. Bei der Entnahme sollte ein Verwirbeln des Sediments bzw. der Schwimmstoffe vermieden werden und die Entnahme sollte unmittelbar unter der Wasseroberfläche stattfinden, da die Wasserqualität dort am besten ist. Die Trinkwassernachspeisung bei leerem Speicher muss im freien Zulauf erfolgen, um den Kontakt mit Nichttrinkwasser auszuschließen.

Das Brauchwassernetz sollte aus Kunststoff- oder Edelstahlrohren bestehen. Beim Einsatz eines Betonspeichers ist die Ausführung auch in Kupferrohren möglich. Damit bei späteren Umbauarbeiten keine Verwechslungen auftreten können, soll das Brauchwassernetz gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit Trassenbändern oder unterschiedlichen Rohrmaterialien oder  - farben für Brauch- und Trinkwasser.

Um das Wasser in den gewünschten Druckverhältnissen zum Verbraucher zu bringen, müssen Pumpen eingesetzt werden. Die Betriebsstation ist das störanfälligste Anlagenteil und bei der Auswahl der Komponenten muss besonders auf Qualitätssicherheit geachtet werden, insbesondere sollten die Anlagenteile aus hochwertigen korrosionsbeständigen Materialien gefertigt werden. Die Pumpenleistung muss entsprechend dem Verbrauch dimensioniert werden. Zu klein dimensionierte Pumpen haben z.B. eine verkürzte Lebensdauer, da sie ständig überlastet sind Die Pumpe muss frost- und staubfrei errichtet werden und sollte möglichst energieeffizient und geräuscharm sein. [25]

Die Anlagensteuerung ist notwendig, um einen wartungsarmen, bedienerfreundlichen Betrieb zu gewährleisten. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass der Energieverbrauch möglichst gering und die Trinkwassernachspeisung möglichst niedrig gehalten werden. Statt direkt in den Speicher kann man auch in einen sogenannten Vorlagebehälter nachspeisen. Dieser besitzt ein kleineres Volumen und ist direkt bei der Pumpe installiert. Dadurch wird die Trinkwassermenge zum Nachspeisen verringert.

Alle Entnahmestellen müssen mit dem Vermerk „Kein Trinkwasser“ gekennzeichnet werden.

Die Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden. Dabei sind die Herstellerangaben zu beachten. Die DIN 1989-1 gibt z.B. folgende Intervalle an:

  • Dachabläufe und Regenrinnen: Inspektion alle 6 Monate
  • Filter : Kontrolle und Wartung einmal jährlich oder nach Herstellerangaben
  • Dichtheit und Sauberkeit des Speichers: Inspektion einmal jährlich
  • Funktion der Druckerhöhungsanlage: Inspektion alle 6 Monate
  • Zustand der Rohrleitungen: Inspektion einmal jährlich, soweit zugänglich
  • Dichtheit und Kennzeichnung der Entnahmestellen: Inspektion einmal jährlich

Weiter sollte etwa alle 10 Jahre der Speicher gereinigt werden. Der dünne Bakterienfilm, der sich im Speicher bildet, ist nicht schädlich, sondern trägt sogar zur Reinigung des Regenwassers bei.



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Regenwasser zur Nutzung im Haushalt darf kein hygienisches Risiko darstellen. Dies kann gewährleistet werden, indem man erstens ausschließlich das gering verschmutzte Dachablaufwasser nutzt, zweitens das Regenwasser fachgerecht lagert und drittens eine strikte Trennung von Regen- und Trinkwasserkanälen gewährleistet.

Regenwasser sollte ausschließlich auf Dachflächen gesammelt werden. Wasser aus dem Ablauf von befestigten Wegen und Straßen ist in der Regel nicht empfehlenswert, da hier eine Vielzahl von Verschmutzungen auftreten, die vor der Nutzung eine komplexere Regenwasserreinigung erfordern.

Hygienisch gesehen ist für das Wäschewaschen keine Trinkwasserqualität erforderlich. Die bakterielle, bzw. mikrobiologische Belastung von Regenwasser ist in Bezug auf Infektionsrisiken vertretbar [26]. Krankheitserreger werden eher über die Schmutzwäsche als über das Regenwasser eingebracht.

Bei fachgerechter Ausführung wird das Regenwasser vor Eintritt in die dunkel und kühl gelagerte Zisterne gefiltert. Zudem ist der Speicher gegen Eindringen von Fremdstoffen und Tieren gesichert. Die Wasserführung wird so gestaltet, dass Sedimentation möglich ist [26]. Es ist auf eine strikte Trennung von Trink- und Regenwassernetz, sowie eine entsprechende Kennzeichnung der Regenwasserleitungen zu achten. Auf diese Weise wird das Risiko einer versehentlichen Kontamination des Trinkwassernetzes ausgeschlossen.

Es ist ausreichend belegt, dass bei fachgerechter Ausführung und Wartung in über 95% der untersuchten Anlagen das Zisternenwasser die EU-Richtlinie für Badegewässer erfüllt [30][27][28]. Es besteht keine Gefahr bei Hautkontakt oder Verschlucken. Bei einer Nutzung zur Toilettenspülung und in der Waschmaschine ist diese Art von Kontakt zudem nicht wahrscheinlich. [26]

Eine Desinfektion von Regenwasser ist in der Regel nicht notwendig. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist der dazu benötigte Energie-, Material- und Chemikalieneinsatz kontraproduktiv. Durch die Desinfektion wird die Qualität des Regenwassers nicht in solchem Maß verbessert, dass es in anderen Einsatzbereichen als Toilettenspülung oder Wäschewaschen genutzt werden könnte. [29]

Die Qualität des Regenwassers hängt maßgeblich mit der Herkunft, also der Ablauffläche, zusammen. In folgender Tabelle sind verschiedene Ablaufflächen nach ihrer Belastung dargestellt:

Tabelle: Beurteilung der Belastung des Regenwasserabflusses von befestigten Flächen [31]
Oberfläche
Belastungsklasse
Dachflächen
Gründächer (ohne pestizidhaltige Materialien)
gering
Dachflächen aus inerten Materialen ohne Metallanwendungen, Glasdächer, Terrassen
gering
Dachflächen aus überwiegend inerten Materialien mit üblichen Anteilen an Metallinstallationen: Kupfer, Zink, Zinn, Blei
mittel
(Schadstoffe: Kupfer, Zink, Zinn, Blei)
Dächer mit erhöhten Anteilen an unbeschichteten Metallinstallationen oder  - eindeckungen aus Kupfer, Zink, Zinn, Blei
hoch
(Schadstoffe: Kupfer, Zink, Zinn, Blei)
Parkplätze und Verkehrsflächen
Hauszufahrten, Vorplätze, private Parkplätze, Geh-, Rad-, und Flurwege, öffentliche Parkplätze ohne häufigen Fahrzeugwechsel
gering
Umschlag- und Lagerplätze von umweltgefährdenden Stoffen
mittel 3
Öffentliche Parkplätze mit häufigem Fahrzeugwechsel (Einkaufszentrum)
mittel bis hoch 3
Straßen
abhängig von der Verkehrsbelastung 3

3) Benzin, Katalysator- Schadstoffe: Blei, Nickel Kobalt, Platin, Palladium, PAK

Bremsenschadstoffe: Kupfer, Chrom, Nickel, Kadmium

Reifenschadstoffe: Zink, Blei, Kupfer, Chrom, Nickel, Kadmium

Schadstoffe von Straßenbelägen: Nickel, Mangan, Blei, Chrom, Zink, Arsen, PAK

Straßenunterhaltschadstoffe: Pestizide, Salz

Es sollte eine Dacheindeckung gewählt werden, die keine zusätzlichen Schadstoffe ins Regenwasser einträgt. Empfehlenswert ist es weiterhin, auf unbeschichtete Metallteile aus (oder Gemische mit) Kupfer, Zinn, Zink und Blei ganz zu verzichten, da diese durch den leicht sauren Regen gelöst werden und so mit dem Regenwasser in den Boden oder die Kanalisation gelangen. Bereits in vielen Flusssedimenten lassen sich Metalle von Dachabwässern konzentriert wiederfinden. Die einzige sinnvolle Lösung ist demzufolge der Verzicht auf solche Metallteile im Außenbereich.

Die zunehmend vorkommenden Tonnendächer, die eine größtmögliche Raumausnutzung ermöglichen, erlauben meist nur Metallabdeckungen, die die genannten Nachteile bergen. Es sollte dann auf ein Metall mit geringer möglicher Auswaschung, wie z.B. Aluminium, zurückgegriffen werden.

Zu beachten ist weiterhin die standortabhängig unterschiedlich starke Verschmutzung der Dachablaufflächen. Bei stark verschmutzten Dächern, z.B. bei Taubenhaltung, ist eine Regenwassernutzung bedenklich.



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Die Nutzung von Regenwasser wird in Luxemburg gemäß Artikel 8 des Gesetzes vom 29. Juli 1993 über Gewässerschutz und Wasserwirtschaft finanziell gefördert. Umgesetzt ist dies im Reglement vom 14. Mai 2003 („Règlement grand-ducal du 14 mai 2003 concernant l'allocation d'une aide budgétaire aux particuliers pour la mise en place d'une installation de collecte des eaux de pluie“). Hier wird Privatpersonen eine finanzielle Beihilfe beim Bau einer Regenwasserauffanganlage von 25% der Investitionskosten bis zu einer Höhe von maximal 1000 Euro gewährt. [22] Informationen und Antragsformulare erhält man bei der Wasserverwaltung, der Administration de la Gestion de l'Eau (http://www.eau.public.lu/eaux_usees_pluviales/eaux_pluviales/index.html). Zudem bezuschussen manche Gemeinden die Regenwassernutzung zusätzlich.



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Das größte Volumen des häuslichen Abwasserstroms stellt das Grauwasser aus Dusche, Bad und Küche dar. Es hat nur einen geringen Nährstoffanteil, aber gleichzeitig sind in ihm ungefähr 40% der organischen Fracht des gesamten Abwasserstroms aus Haushalten enthalten. Das Grauwasser ist wenig mit Fäkalkeimen oder Urin belastet. Dieses Wasser kann aufgrund der geringen Nährstoffbelastung problemlos vor Ort behandelt werden und erneut als Brauchwasser zur Toilettenspülung oder zum Wäschewaschen3 eingesetzt werden. Auch kann eine einfache dezentrale Lösung zur Abwasserreinigung für fehlende Kläranlagenkapazitäten eine Reinigung des Grauwassers vor Ort mit anschließender Ableitung in den Vorfluter vorsehen.

Vorteile:

  • Abwasseraufkommen wird stark verringert
  • Abwasserkanalisation kann dementsprechend kleiner dimensioniert werden (Kosteneinsparung)
  • Wasser kann anschließend als Brauchwasser wiederbenutzt oder direkt in den Vorfluter eingeleitet werden
  • Regelmäßiger witterungsunabhängiger Wasseranfall, weshalb für eine Nutzung geringere Speicherkapazitäten als bei Regenwasser notwendig sind
  • Pädagogisches Instrument zur Umweltbildung

Nachteile:

  • Mehrkosten durch Bau der Grauwasserbehandlungsanlage
  • zweites Netz für die Grauwasserableitung und die Brauchwasserzuleitung erforderlich

Die hygienischen Anforderungen des Grauwassers für die Toilettenspülung oder das Wäschewaschen entsprechen denen, die bereits für Regenwasser genannt wurden.

Da es sich hier um aufbereitetes Abwasser handelt, ist im Gegensatz zur Regenwassernutzung eine Desinfektion vor Wiederbenutzung empfehlenswert.



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Eine neue Philosophie bezüglich des Umgangs mit dem, was bisher als Abwasser betrachtet wurde, ist der Ansatz der „nachhaltigen Sanitärkonzepte“. Man spricht auch von „alternativen Sanitärkonzepten“ oder „ecosan Konzepten“, letzteres wurde aus dem englischen Begriff „ecological sanitation“ abgeleitet. Diese neue Entwicklung im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft setzt auf nachhaltige, stoffstromorientierte Lösungsansätze. Die anfallenden Stoffströme aus den Siedlungen werden an der Quelle betrachtet und anhand ihrer Qualität werden Möglichkeiten für eine auf die Verwertung der im Abwasser enthaltenen Wertstoffe ausgerichtete Abwasserbehandlung gesucht. [23]

Die stoffliche Verwertung basiert auf der Rückführung der Nährstoffe aus häuslichen Abwässern in den natürlichen Stoffkreislauf. Die abwasserspezifischen Stoffe werden bei den nachhaltigen Konzepten nicht in die Gewässer überführt. Wichtig ist, bereits in der Planungsphase sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von ecosan Konzepten zu prüfen.

Um die unterschiedlichen Stoffströme getrennt zu erfassen, werden spezifische Sanitärobjekte benötigt:

Bei sogenannten Trenntoiletten, auch NoMix WC genannt, werden Urin und Fäkalien mit geringen Spülwassermengen getrennt erfasst und abgeleitet. Inzwischen werden mehrere Modelle auf dem Markt angeboten, die bereits in Schweden und Norwegen im Alltag getestet wurden. Aber auch in Deutschland und der Schweiz sind die WCs schon heute auf dem Markt. Die Nutzung dieser Toiletten verlangt vom Benutzer einige Gewohnheitsänderungen, z.B. muss man(n) sich hinsetzen. Der Einsatz solcher Toiletten ist nur dort sinnvoll, wo die getrennte Erfassung von Urin und Fäkalien auch genutzt wird. Meist wird der Urin erfasst und zu Düngemittel für die Landwirtschaft aufgearbeitet. Bei diesen Toiletten ist noch Entwicklungsarbeit seitens der Sanitärfirmen zur Optimierung der Funktionen und des Designs notwendig.

Auch wasserlose Urinale sind gut geeignet, um den Stoffstrom Urin von den Fäkalien zu trennen. Sie haben den zusätzlichen Vorteil, dass der Urin nicht durch Spülwasser verdünnt wird, was die weitere Aufarbeitung erleichtert. Ihr Einsatzgebiet liegt vor allem dort, wo eine hohe Frequentierung zu erwarten ist, z.B. in Sportstadien oder Bürogebäuden.

Bei Vakuumtoiletten, wie sie auch in Zügen, Schiffen und Flugzeugen eingesetzt werden, kann die Wasserspülung auf ein Minimum reduziert werden. Interessant ist, dass die Vakuumtechnik bereits vor hundert Jahren in Europa, z.B. in Amsterdam, erfolgreich eingesetzt wurde. Vakuumtoiletten entsprechen den hygienischen und technischen Standards. Der Einsatzbereich liegt vor allem in größeren Gebäudekomplexen (Wohnsiedlungen), wo dann lediglich eine zentrale Vakuumstation benötigt wird. Die Vakuumtechnik kann zur gesonderten Erfassung konzentrierter Abwässer zur anschließenden anaeroben Behandlung, also zur Biogaserzeugung, genutzt werden. Besonders interessant ist die Kombination mit gleichzeitiger Erfassung des Grauwassers. [23] Für weitergehende Informationen und Informationsmaterialien wenden Sie sich bitte an das CRTE (www.crte.lu).

Im Rahmen der Ausstellung „All We Need“ (www.allweneed.lu) in Esch/Belval konnten bis zum 28.10.2007 verschiedene nachhaltige Sanitärobjekte „getestet“ werden. In den Besuchertoiletten der Ausstellung waren sowohl wasserlose Urinale mit Membranverschluss, besonders wassersparende WCs mit 2/4 Liter Spülvolumen als auch Trenntoiletten installiert.



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Für die Planung gibt die SuperDrecksKëscht-Richtlinie Vorschläge zur Verminderung und Vermeidung von Abfällen: [18]

  • Die montierten Kunststoffteile sollten mit einer Kennzeichnung versehen sein. Bei gleicher Eignung sind gekennzeichnete Kunststoffe gegenüber ungekennzeichnete Ware zu bevorzugen.
  • Wiederverwendbare Styroporchips sollten den Vorzug vor Styroporformteilen als Verpackungshilfen für Sanitärapparate erhalten.
  • Als Trinkwasserfilter sollten keine Systeme zum Einsatz kommen, welche mit Wegwerffiltern arbeiten, rückspülbare Feinfilter sind diesen vorzuziehen.
  • Kunststoffrohre sind möglichst in großen Verpackungseinheiten zu bestellen, als Beispiel: Es ist sinnvoller, 1x 100m zu bestellen als 4x 25m.
  • Silikone und andere Dichtungsmassen möglichst in großen Gebinden verwenden.
  • Bei Toiletten sind möglichst fest montierte Toilettenbürsten mit auswechselbarem Bürstenkopf vorzusehen.

Über die Abfallwirtschaft bei der Organisation und Durchführung der Bauarbeiten geben folgende Kapitel aus dem gleichnamigen Dokument der SuperdrecksKëscht Auskunft:

J] Sanitärinstallation



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www.crte.lu - Ecosan project

www.eco-bau.ch

www.passivhaus-vauban.de

www.tu-harburg.de/susan

www.kompetenzwasser.de/Sanitation_Concept_for_Separate_Tre.22.0.html

www.gtz.de/en/themen/umwelt-infrastruktur/wasser/8524.htm



2008 v 2.0



  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  A.2.2 Sanitärkonzept 2.0

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