Suche  
 Erweiterte Suche
HOME
Druckversion   Links   Lesezeichen   FAQ   Kontakt   Site map



Grundlagen zu Energie- und Umweltkonzepten








  / Home / Grundlagen zu Energie- und Umweltkonzepten / Baustellenmanagement

Baustellenmanagement

Einführung
Checkliste


Einführung

  Top   
Der Untergrund besteht aus verschiedenen Bodenschichten. Normalerweise ist der Untergrund mit Poren durchsetzt, die Wasser, Luft und Lebewesen enthalten. Die obersten 5 bis 30 Zentimeter bestehen aus durchwurzelten belebten Oberböden. Darunter kommt in 30 bis 80 Zentimeter Tiefe der weniger durchwurzelte Unterboden, dort werden Wasser und Nährstoffe gespeichert. Unter diesen zwei Schichten trifft man auf Gestein.

Checkliste

  Top   
  • Auf der Baustelle sollten Transportwege angelegt werden z. B. aus Kies oder Bodenplatten, um die Last der Fahrzeuge besser zu verteilen und den Boden zu schützen. Wird der Untergrund zu stark verdichtet, werden die Hohlräume in dem Boden zusammengedrückt und die Poren werden reduziert. Dies führt zum Verlust der Fruchtbarkeit des Bodens und verhindert, dass Regenwasser versickern kann.
  • Es sollte darauf geachtet werden, dass der zu überfahrende Boden nicht zu feucht und die Maschinen nicht zu schwer sind.
  • Die einzelnen Bodenschichten beim Bodenaushub getrennt halten und den Bodenaufbau bei der Rekultivierung berücksichtigen.
  • Bodenschädigende Substanzen immer so lagern, dass eine Wanne eventuell auslaufende Substanzen auffängt.
  • Baumaschinen mit Partikelfiltern ausstatten, um die Feinstaubpartikel zurückzuhalten. Zusätzlich sollten alle lösemittelhaltigen Stoffe sparsam verwendet und sorgfältig verschlossen aufbewahrt werden.
  • Abfälle dürfen auf der Baustelle nicht verbrannt werden.
  • Bei trockenem Wetter stark staubende Fahrwege berieseln, um erhöhten Staubemissionen vorzubeugen.
  • Den Wasserverbrauch auf der Baustelle so gering wie möglich halten, hierzu gehört auch das Verhindern unnötig laufender Wasserhähne.
  • Für viele Reinigungszwecke kann Brauchwasser aus dem Absetzbecken oder Regenwasser genutzt werden. Zum Reinigen von Geräten und Werkzeugen ist z.B. keine Trinkwasserqualität notwendig.
  • Das Abwasser von Baustellen weist oft einen hohen Gehalt an mineralischen Feinstoffen auf, die die Gewässer, die Kanalisation und die Kläranlagen belasten. Deshalb sollten Baustellenabwässer nicht direkt eingeleitet werden, sondern erst ein Absetzbecken durchlaufen.
  • Wasser, das mit Öl oder Benzin in Kontakt gekommen ist, sollte über einen Ölabscheider abgeleitet werden. Dazu gehören Reinigungs- und Regenwasser von Abstell- oder Serviceplätzen für Baumaschinen.
  • Bei der Betonherstellung entsteht Laugenabwasser. Dieses sollte erst nach einer Neutralisation abgeleitet werden.
  • Auf einer Baustelle entsteht unvermeidbarer Lärm, das Umfeld sollte jedoch so wenig wie möglich belastet werden. Anwohner sollten vor Beginn der Baumaßnahmen über die Intensität und die Dauer der Bautätigkeiten informiert werden.
  • Lärmintensive Maschinen weit möglichst von bewohntem Raum aufstellen und einhausen. Bei der Auswahl der Geräte auf niedrige Lärmemissionen achten.
  • Lärmwände nutzen, Bauarbeiter dazu anhalten Motoren abzustellen und Gegenstände möglichst zu legen und nicht zu werfen.
  • Abfälle auf der Baustelle1 in erster Linie vermeiden, indem Mehrwegverpackungen wie z.B. Silos genutzt werden.
  • Bauabfälle auf der Baustelle trennen und möglichst einem stofflichen Recycling zuführen. Den Einsatz von recycelten Baustoffen vorziehen. Zum Sammeln der Abfälle eignet sich ein Mehrmuldensystem.
  • Bauschutt bei Sanierungsmaßnahmen oder Abriss zerstörungsfrei rückbauen, sortenrein trennen und ebenfalls einer Wieder- oder Weiterverwertung zuführen.



2008 v 2.0

  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  A.2.4 Baustellenmanagement 2.0

30 ko