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Anleitung zur Nutzung des Leitfadens









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Vorwort

Vorwort des Umweltministers
Vorwort des Ministers für öffentliche Bauten
Vorwort des Gesundheitsministers


Vorwort des Umweltministers

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Immer mehr Architekten und Bauherren berücksichtigen beim Bauen stärker ökologische Aspekte und möchten Baustoffe verwenden die als möglichst umweltverträglich eingestuft werden können. Auch die Aspekte der effizienten Energienutzung und Nutzung erneuerbarer Energien gewinnen auf Grund immer knapper werdender Ressourcen und der Verstärkung globaler Klimaveränderungen immer mehr an Bedeutung. Rasches und wirksames Handeln ist angesagt.
Nachhaltiges Bauen, welches ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigt, soll den gegenwärtigen Bedürfnissen der Gebäudenutzer optimal gerecht werden und dabei künftigen Generationen eine flexible Weiternutzung ermöglichen und keine Entsorgungsprobleme hinterlassen. Dabei soll das Gebäude mit Hinblick auf die Schließung der Stoffkreisläufe betrachtet werden. Hier muss vor allem auf den ressourcenschonenden Betrieb geachtet, aber auch die Entsorgung eines nicht mehr benötigten Bauwerkes bedacht werden.
Umweltfreundliches Bauen ist keine Erfindung des ausgehenden 20. Jahrhunderts, denn seit der Mensch baut, errichtet er seine Gebäude in einer Form, die die maximale Ausnutzung der solaren Energie und die effiziente Nutzung der verwendeten Baumaterialien gewährleistet.
In den letzten beiden Jahrhunderten haben jedoch Fortschritt und Industrie zu tiefgreifenden Veränderungen geführt. Neue Technologien haben unter anderem ein explosionsartigen Anstieg des Energieverbrauchs verursacht, denn im Glauben an die unerschöpflichen neuen Energiequellen war der Mensch nicht mehr gezwungen seine baulichen Strukturen der Umwelt anzupassen.
Begriffe wie Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz sind heutzutage jedoch keine hohlen Floskeln mehr. Es hat sich längst herumgesprochen, dass Architektur, welche den Kriterien des nachhaltigen Bauens und hoher Energieeffizienz entspricht, sich nicht auf Errichten unansehnlicher Einfamilienhäuser beschränken muss. Die Praxis hat gezeigt dass architektonische Qualität und die Berücksichtigung ökologischer Zusammenhänge keinesfalls als unvereinbare Gegensätze zu betrachten sind.
Der überarbeitete Leitfaden gibt einerseits einen guten Überblick über die Umweltauswirkungen von Baumaterialien und andererseits Anregungen um die notwendige Energieeffizienz zu gewährleisten.
Lucien LUX
Umweltminister



Vorwort des Ministers für öffentliche Bauten

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Die "Administration des Bâtiments Publics" ist für den Bau und die Renovierung der öffentlichen Gebäude wie Ministerien, Verwaltungen, Schulen in ganz Luxemburg zuständig. Das Bauvolumen pro Jahr ist groß und die aufzuwendenden finanziellen Mittel sind beträchtlich.
Dieser Leitfaden für Planer und Bauherren soll helfen die Grundsätze der Nachhaltigkeit bereits zu Beginn der Bautätigkeit zu berücksichtigen und somit die Umweltauswirkungen aller Lebensphasen, von Planung, Ausführung, Nutzung und Rückbau eines Gebäudes zu reduzieren.
Spätestens seit der Energiekrise der siebziger Jahre wurde die Notwendigkeit erkannt, alle Möglichkeiten auszunutzen, um eine energieeffiziente Bauweise zu verwirklichen. Die damaligen Grundsätze wurden von den Planern erkannt und angewendet.
Um mögliche negative Umwelteinflüsse von Bauvorhaben zu reduzieren, wurde im Jahr 1999 ein erster "Ökologischer Leitfaden für den Bau und die Renovierung von öffentlichen Gebäuden" von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus der "Administration des Bâtiments Publics", dem "Ordre des Architectes et Ingénieurs-conseils" und der Stiftung Oeko-Fonds, ausgearbeitet. Für den Vertrieb des Leitfadens war das "Centre de Ressources des Technologies de l'Information pour le Bâtiment" CRTI-B verantwortlich. Dieser Leitfaden wird bis heute bei Planern und Bauunternehmen angewendet und hat dazu beigetragen den Umweltgedanken in der Baubranche zu festigen.
Schon in der ersten Auflage des „Ökoleitfadens“ wurde eine regelmäßige Überarbeitung der Texte angekündigt. Dies wurde umso notwendiger da heute der Gedanke der Nachhaltigkeit stärker hervorgehoben werden muss.
Für die zweite Auflage sind nun das "Centre de Ressources des Technologies pour l'Environnement" (CRTE), welches auch die redaktionelle Arbeit durchführte, sowie das CRTI-B, und die "Groupement des Fabricants de Matériaux de Construction" verantwortlich.
Um den Gedanken der Nachhaltigkeit auch nach außen deutlich zu manifestieren, wurde der Ratgeber in "Leitfaden für nachhaltiges Bauen und Renovieren" umbenannt. Außerdem wird das Dokument nicht mehr in Papierform veröffentlicht, sondern steht nun den Benutzern gratis via Internet zur Verfügung. Dadurch ist es möglich, schneller und dem heutigen Stand der Technik entsprechend, die gesuchten Begriffe oder Themen zu finden.
Der erste Teil des Leitfadens behandelt die Integration grundlegender Energie- und Umweltaspekte in die Bauphasen. In einem weiteren Teil werden gängige Bauelemente wie z.B. Wandkonstruktionen oder Dämmstoffe beschrieben und wichtige Ratschläge werden in Form von Checklisten angeführt. Zusätzlich werden Materialien hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen (z.B. Treibhauseffekt oder Recyclingfähigkeit) sowie ihrer technischen Eigenschaften in einer Tabelle miteinander verglichen.
Der vorliegende Leitfaden ist kein statisches Gebilde mehr. Angesichts der schnellen Entwicklung neuartiger Produkte, sowie verschiedenartiger neuer Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen, wird dieser Bauratgeber nun periodisch überarbeitet und elektronisch angepasst.
Claude WISELER
Minister für öffentliche Bauten

Vorwort des Gesundheitsministers

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Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge stehen Belastungen der Luft an zehnter Stelle der Liste der vermeidbaren umweltbedingten Krankheiten: dazu zählt neben Außenluftbelastungen ebenfalls die zunehmende Belastung der Innenraumluft durch chemische Emissionen oder physikalische Belastungen aus Möbeln aber auch aus Baumaterialien und Baustoffen.
Erstmalig stand die Qualität der Innenraumluft Anfang der siebziger Jahre im Zusammenhang mit der Erdölkrise im Blickpunkt, als vorrangig auf Energiesparmaßnahmen, wie beispielsweise Wärmedämmungen der Gebäude gesetzt wurde. Das Ergebnis war eine Verringerung des natürlichen Luftaustausches sowie eine daraus resultierende Anreicherung von Schadstoffen in der Raumluft.
Die rezenten Energiesparverordnungen auf europäischer (Dezember 2002) sowie auf nationaler Ebene (November 2007) bieten uns die Möglichkeit, die Lehren aus den siebziger Jahren zu ziehen und Umwelt mit Gesundheit, ökologische Aspekte wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit mit baubiologischen Aspekten wie Schadstoffvermeidung, Elektrosmogverminderung und Förderung des Raumklimas zu vereinbaren.
Die Belastungen aus der Vergangenheit, allen voran durch Formaldehyd, Asbest oder Pentachlorphenol, deren langwierigen Folgen und teilweise kostspieligen Entsorgungen und Sanierungen zum größten Teil in die Gegenwart hineinreichen, zeigen die unabsehbaren und kaum abschätzbaren Impakte einer unbesonnenen Handlungsweise.
Neben den Bewohnern oder Gebäudenutzern sind bereits während der Bauphase die Handwerker und Arbeiter exponiert.
Allein acht in dem Wohnungs- und Gebäudebau zum Einsatz kommende chemische Substanzen oder Substanzgruppen (Pestizide, Benzol, VOC, halogenierte Kohlenwasserstoffe, Styrol, organo-phosphorierte Substanzen, Isocyanate, Asbest) werden laut luxemburgischer Gesetzgebung mit Berufskrankheiten in Verbindung gebracht (Großherzogliches Reglement vom 2 Oktober 1992, Stand 1998), zwei in der Baubranche vorkommende Substanzen (Naphthalin, Pyrethrum) sind am Arbeitsplatz verboten (Gesetz vom 17 Juli 1994), drei weitere (PAK, Benzol, PVC) bei der Produktion streng reglementiert (großherzogliches Reglement vom 30 Juli 2002).
Laut Internationaler Agentur für Krebsforschung IARC (International Agency for Research on Cancer) sind allein 10 in Wohnungen eingesetzte Substanzen oder Substanzgruppen als krebserregend, 11 als wahrscheinlich krebserregend und 30 weitere als möglicherweise krebserregend eingestuft.
Durch die langjährige Arbeit der umweltmedizinischen und der arbeitsmedizinischen Abteilungen verfügt das Gesundheitsministerium über große Erfahrung im Bereich der Innenraumbelastungen in Wohnräumen beziehungsweise in Bürogebäuden in Bezug auf Schadstoffbelastungen durch Baumaterialien und Baustoffe.
Demnach ist es nur logisch, diese gewonnenen Erfahrungen im Bereich der Baubiologie im Sinne einer gesundheitlichen Fürsorge oder Prävention auch in den Leitfaden einfließen zu lassen.
Letztendlich bedeutet heutzutage das Bauen oder Renovieren ein hohes individuelles sowie ein langes finanzielles Engagement, wobei die Kombination von Ökologie und Baubiologie zumindest dazu beitragen kann, dass sich der Gebäudenutzer einerseits in seinen eigenen vier Wänden wohlfühlt und andererseits weitere beträchtliche Kosten im Hinblick auf Sanierungen vermieden werden.
In diesem Sinne sollte dieser Leitfaden einen Wegweiser zu einem nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Gesundheit darstellen.

Mars DI BARTOLOMEO
Gesundheitsminister





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