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Anleitung zur Nutzung des Leitfadens









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Anleitung zur Nutzung des Leitfadens

Einleitung
Dieser Leitfaden richtet sich in erster Linie an Planer und Bauherren und soll helfen, ganzheitlichen Grundsätzen der Nachhaltigkeit bereits zu Beginn der Bautätigkeit einen festen Platz zu geben.

Dieser Leitfaden kann nicht davon befreien, unter Berücksichtigung spezifischer Rahmenbedingungen und eigenverantwortlich selber Entscheidungen zu fällen. Unbesehen anwendbare Handlungsanweisungen sind nicht vorhanden, vielmehr sollen alle Beteiligten für das Thema sensibilisiert werden und das Dokument als praktische Hilfe dienen.

Es wird davon ausgegangen, dass bei der Herstellung der Materialien baurechtliche und emissionsrechtliche Auflagen, sowie Normen eingehalten werden.

Betrachtet werden an erster Stelle Umweltauswirkungen, zusätzlich werden auch Belastungen für die Gesundheit während der Bauphase und der Nutzung des Gebäudes berücksichtigt.1

Der Teil A dieser Arbeit beschäftigt sich mit grundlegenden Energie- und Umweltaspekten des Bauens und wie man dort ansetzen kann den Umweltschutzgedanken in den Arbeitsablauf zu integrieren.

Im Teil B werden für die Baustruktur wichtige Bauabschnitte behandelt. Diese Kapitel beginnen jeweils mit kurzen Erläuterungen zu den Bauabschnitten. Daran schließt sich eine Checkliste und eine Linksammlung an. Anschließend werden, wenn vorhanden, vergleichbare Materialien in einer Bilanz tabellenartig gegenübergestellt. Diese Bilanz betrachtet Kategorien über den gesamten Lebensweg (Herstellung, Einbau, Nutzung und Rückbau).

In den folgenden Materialinformationen werden alle behandelten Materialien aufgeführt. In den in Kapitel B aufgeführten Tabellen gelangt man durch anklicken der Materialien zu dieser zusätzlichen detaillierteren Information. Nachfolgend in der Tabelle werden die betrachteten Kategorien, über den Lebensweg, der Materialien definiert. Die Kategorien sind für die gesamten Materialien gleich aufgebaut.

Das Dokument und die informatische Aufbereitung erlauben einerseits eine vereinfachte Aktualisierung und andererseits eine „Verschachtelung“, bzw. „Verlinkung“ des gesamten Dokuments. Das bedeutet, dass jeweils die dahinterliegenden Informationen mit einem Mausklick zu erreichen sind. Zudem kann bei der Online-Version direkt auf Websites zugegriffen werden, für deren Inhalt die Autoren dieses Dokuments jedoch nicht verantwortlich sind.

Im Anhang des Dokuments befindet sich eine Handlungsanweisung für die Abfallvermeidung bei Organisation und Durchführung der Bauarbeiten, deren Autor die SuperDrecksKëscht ist. Aus dem Dokument sind jeweils die dazugehörigen Kapitel per Mausklick einzusehen.

Zudem ist ein Glossar mit Erklärungen zu verschiedenen Stoffen angehängt. Diese Informationen sind bei Interesse ebenfalls per Mausklick zu erreichen.

Herstellungsphase
Inhaltsstoffe
Es werden die Inhaltstoffe der Materialien in der Reihenfolge ihres Anteils (der erstgenannte hat den größten Anteil) aufgeführt und mit, wenn bekannt, einer prozentualen Angabe versehen.
Energieaufwand
Für den Energieaufwand wird die gesamte Energie berücksichtigt, die direkt oder indirekt zur Herstellung eines Materials oder eines Elements benötigt wird - ausgedrückt in MJ und bezogen auf eine bestimmte Einheit (kg, m2, m3). Miteinbezogen sind also der direkte Energiebedarf der Herstellungsprozesse, aber auch die so genannte „graue Energie“, welche die Energiemenge bezeichnet, die zur Her- oder Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung indirekt aufgewendet wird und oft für den Konsumenten nicht erkennbar ist. Die Erstellung der Werte erfolgte nach der „Cumulative Energy Demand“ (CED) Methode. Diese Methode berücksichtigt auch den Energieinhalt der Materialien. [20] Der Energieaufwand wird unterteilt in erneuerbar und nichterneuerbar, zur Bewertung wird nur der nichterneuerbare Anteil zu Grunde gelegt. In den tabellarischen Materialvergleichen werden jeweils Punkte (+) vergeben, die Auskunft darüber geben, in welcher Relation die Umweltauswirkungen zueinander stehen. Je mehr Punkte desto vergleichbar geringer die Umweltauswirkungen.
Treibhauspotenzial
Der Treibhauseffekt ist der Ausdruck für die Erwärmung der Erdober­fläche aufgrund anthropogener Gase. Der Effekt entsteht dadurch, dass sichtbares und ultraviolettes Sonnenlicht durch die Atmosphäre durchgelassen wird (also die Erde erreichen und erwärmen), die Erde langwellige Strahlung (Infrarotlicht) zurücksendet, diese Rück­strahlung aber teilweise von Treibhausgasen absorbiert wird. Die Energie der Wärmestrahlung wird somit nahe der Ober­flächen der Erde und der Ozeane gehalten. Diese Treibhausgase sind:
  Kohlendioxid CO2
  Kohlenmonoxid CO
  Methan CH4
  Lachgas N2O
  Flüchtige organische Substanzen VOC
  Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW
Sie sind für den Treibhauseffekt (Global Warming Potential) verantwortlich und werden in der Kategorie Treibhauspotenzial anhand ihrer Wirksamkeit in CO2-Äquivalente pro spezifische Einheit (oder mehre z.B. kg, m2 und m3) umgerechnet und verglichen. Das Treibhauspotenzial ist aufgrund der Wirkungscharakteristik der Spurengase und deren unterschiedlicher atmosphärischer Verweildauer ein zeitliches Integral über einen bestimmten Zeitraum. Der Zeitraum des hier betrachteten Umwelteffekts beträgt 100 Jahre. [32] In einem tabellarischen Materialvergleich werden jeweils Punkte (+) vergeben, die Auskunft darüber geben, in welcher Relation die Umweltauswirkungen zueinander stehen. Je mehr Punkte desto vergleichbar geringer die Umweltauswirkungen. Die biogene Kohlendioxidaufnahme (z.B. bei Holz) wird aufgrund der gleichen Berechnungsmethode wie bei fossilen Emissionen mit eingerechnet. Dies kann dazu führen, dass negative Werte (Gutschriften) auftreten. Die Bewertung erfolgte nach der „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC 2001) Methode. [20]
Versauerung
Durch die Emission versauernd wirkender Substanzen wird der pH- Wert in Böden und Gewässern gesenkt, zudem kann eine Mobilisierung von Schwermetallen stattfinden. Das Versauerungspotenzial (Acidification Potential) ist das Ergebnis der Aggregation von versauernd wirkenden Luftschadstoffen:
  • Salzsäure HCl
  • Fluorwasserstoff HF
  • Ammoniak NH3
  • Stickoxide NOx
  • Schwefeloxide SOx.

Diese werden ausgedrückt in massebezogenen SO2-Äquivalenten pro spezifische Einheit (oder mehre z.B. kg und m3). [32] In den tabellarischen Materialvergleichen werden jeweils Punkte (+) vergeben, die Auskunft darüber geben, in welcher Relation die Umweltauswirkungen zueinander stehen. Je mehr Punkte desto vergleichbar geringer die Umweltauswirkungen.Die Bewertung erfolgte nach der „Center of Environmental Science of Leiden University“ (CML 2001) Methode. [20]
Photosmog
In der Troposphäre bildet sich unter starker Sonneneinstrahlung, bei gleichzeitigem Vorkommen von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen, Ozon. Der durch das Ozon erzeugte Effekt ist auch bekannt unter dem Namen Sommersmog. Das massebezogene Äquivalent der Bildung von bodennahem (troposphärischen) Ozon durch Vorläufersubstanzen, wird als Ozonbildungspotenzial (Photochemical Ozone Creation Potential) in Ethylen-Äquivalenten pro spezifische Einheit angegeben (oder mehre z.B. kg und m3). In die Berechnungen fließen folgende Substanzen ein:
  • Stickoxide NOx
  • Flüchtige organische Substanzen VOC
  • Kohlenmonoxid CO. [32]

In den tabellarischen Materialvergleichen werden jeweils Punkte (+) vergeben, die Auskunft darüber geben, in welcher Relation die Umweltauswirkungen zueinander stehen. Je mehr Punkte desto vergleichbar geringer die Umweltauswirkungen. Die Bewertung erfolgte nach der „Center of Environmental Science of Leiden University“ (CML 2001) Methode. [20]
Herstellungsort
Da der Transport einen großen Impakt auf die Umwelt hat, wird hier eine Unterscheidung in Großregion (Luxemburg und die angrenzenden Regionen), Europa und die Welt gemacht (siehe Transportemissionen).
Materialspezifische Hinweise
Es werden zusätzliche Informationen zu den einzelnen Materialien gegeben, die entweder in keiner der vorangegangenen Kategorien betrachtet werden oder die von besonderer Bedeutung sind.

Einbau
Kerngrößen
An dieser Stelle werden bauteilspezifische vergleichbare Größen aufgezeigt, z. B. Dichte oder Wärmeleitfähigkeit.
Baustoffklasse
In den Baustoffklassen nach DIN werden Baustoffe in nicht brennbare (A) und brennbare (B) Baustoffe unterteilt. Brennbare werden dann in schwer entflammbare (B1), über normal entflammbare (B2), bis hin zu leicht entflammbare (B3) Bauteile klassifiziert.
Materialspezifische Hinweise /
Schadstoff­belastungen
Es werden zusätzliche Informationen zu den einzelnen Materialien gegeben, die entweder in keiner der vorangegangenen Kategorien betrachtet werden oder die von besonderer Bedeutung sind.
Die möglichen, meist vorübergehend auftretenden, Schadstoffbelastungen während der Verarbeitung der Baustoffe und  - materialien betreffen in erster Linie die ausführenden Handwerker und Bauarbeiter. Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer werden sofern vorhanden erwähnt.

Nutzung
Anwendungs­bereich
An dieser Stelle wird der Anwendungsbereich des Baustoffs spezifiziert.
Mittlere Nutzungsdauer
In dieser Kategorie wird die mittlere zu erwartende Lebens- bzw. Nutzungsdauer angegeben.
Instandhaltung
An dieser Stelle wird angegeben ob regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen.
Materialspezifische Hinweise /
Schadstoff­belastungen
Es werden zusätzliche Informationen zu den einzelnen Materialien gegeben, die entweder in keiner der vorangegangenen Kategorien betrachtet werden oder die von besonderer Bedeutung sind.
Auch nach dem Einbau der Baumaterialien können diese kurz-, mittel- oder langfristig Schadstoffe an die Raumluft abgeben oder zur Belastungen der Bewohner beitragen (z.B. Fasern). Bei Belastungen über Jahre oder Jahrzehnte zu chronischen gesundheitlichen Beschwerden führen.
Hier werden die Raumklima-bestimmenden Eigenschaften der Baumaterialien aufgeführt (Stichwort Baubiologie), dies kann besonders für sensitive Personen hilfreich sein.
Es wird einerseits zwischen positiven Eigenschaften (gekennzeichnet mit +, die das Raumklima günstig beeinflussen) und negativen Eigenschaften (gekennzeichnet mit -, die das Raumklima verschlechtern) unterschieden.

Rückbau
Recyclingfähigkeit
Hier wird erläutert, ob ein Recycling durchführbar ist und bereits durchgeführt wird. Es kann auch unterschieden werden in Wiederwendbarkeit, bei der das Material als solches einer erneuten Nutzung zugeführt wird und Weiter­verwertbarkeit, bei dem die Produktgestalt aufgelöst wird und in einem Prozess ein neues Produkt hergestellt wird.



2008 v 2.0

  ANGEFÜGTES DOKUMENTDATEIEN
  Anleitung zur Nutzung des Leitfadens 2.0

40 ko

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